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Mit dem Hobby in die Selbstständigkeit

Mit dem Hobby in die Selbstständigkeit - Die Vorteile und Nachteiler

Das eigene Hobby zum Beruf zu machen ist für viele der Traum schlechthin. Leidenschaft, Kreativität und das Gefühl, endlich der eigene Boss zu sein, spornen viele regelrecht an. Grundsätzlich lohnt es sich, darüber nachzudenken. Allerdings sollte der Gedanke und der Wunsch realistisch bedacht werden. Wer zum Beispiel gerne in seiner Freizeit bastelt und nun denkt, dieses kreative Hobby zum Beruf zu machen, wird oft scheitern. Nicht jedes Hobby eignet sich gleich gut für eine Gründung.

 

Dieser Beitrag dient einer objektiven Beurteilung der Vor- und Nachteile einer Existenzgründung auf Basis eines Hobbys.

Ein Hobby als Grundlage einer Geschäftsidee für die Selbständigkeit – Die Vorteile

Wer ein Hobby schon länger mit großer Begeisterung verfolgt, kennt sein Thema meist bis in die Details. Er beschäftigt sich seit langem damit, hat Erfahrungen, Expertise und im vielleicht auch schon ein Netzwerk aufgebaut.

Im Idealfall besteht auch schon eine kleine Hobbywebseite oder ein darauf ausgerichtetes Social Media-Profil. Damit hat der Gründer bereits eine gewisse Bekanntheit, die die Kundengewinnung bei einer neuen Selbständigkeit sehr erleichtert.

Das Internet bietet heute zahlreiche Möglichkeiten, ein smartes digitales Unternehmen mit wenig Kapitaleinsatz zu starten. Digitale Marktplätze oder einfache Onlineshop-Lösungen ermöglichen einen Vertrieb auch ohne Ladengeschäft. Selbst für Handling und Versand physischer Güter gibt es spezialisierte Dienstleister.

Wer sein Hobby nicht nur mit Leidenschaft, sondern auch mit etwas Realismus und Geschäftssinn betreibt, versteht daher auch den Markt rund um dieses Thema. Er weiß, wo möglicherweise ein ungedeckter Bedarf besteht, welche Anbieter es bereits gibt und wie die Zahlungsbereitschaft der Anhänger dieses Hobbys ist.

Gerade diese tiefe Marktkenntnis ermöglicht es, unbesetzte Marktnischen und lukrative Geschäftsideen zu identifizieren. So mancher erfolgreiche Geschäftsmann hat auf diesem Weg zuerst Branchenkenntnisse und Kontakte aufgebaut, bevor er den Schritt in die Selbständigkeit gegangen ist. Von Vorteil ist auch, dass es dafür viele Vorbilder gibt, an denen sich Gründer orientieren können.

Mit einer solchen Basis sind die Chancen für einen späteren Geschäftserfolg wesentlich höher, als wenn die Ausgangsfrage war „Womit könnte ich mich denn selbständig machen?“

Ein Hobby als Grundlage einer Geschäftsidee für die Selbständigkeit – Mögliche Probleme

Vor der Gründung sollte man sich gründlich informieren. Dabei ist es unerheblich, ob die Grundlage der Geschäftsidee ein Hobby oder ein anderer Ansatz ist. Es geht hier nicht nur um die rechtlichen Details einer Gründung. Diese Schritte müssen in jedem Fall gegangen werden. Auch um Themen wie Buchhaltung, Steuern und Haftungsfragen, die man mit einem Hobby noch umschiffen kann, muss man sich jetzt dauerhaft kümmern. Bereits an dieser Stelle sollte man sich ehrlich fragen, ob man sich auch auf diese Seiten einer Selbständigkeit einlassen möchte.  Diese Formalitäten können nämlich die eigentliche Tätigkeit mit dem geliebten Hobby stark in den Hintergrund drängen.

Noch wichtiger ist die Frage, ob dieses Hobby langfristig genügend einbringt, um davon leben zu können.

Drum Prüfe, wer sich bindet … Das gilt nicht nur für die Liebe, sondern gerade und vor allem für die Selbstständigkeit. Will man Hobby zum Beruf machen, dann führt kein Weg an einem Businessplan vorbei. Mit diesem wird ein Konzept erstellt, das auch die Tragfähigkeit der Umsetzung analysiert. Mittels einer Zielgruppenanalyse wird ermittelt, ob überhaupt genügend potenzielle Kunden vorhanden wären, mit denen sich der Lebensunterhalt verdienen ließe.

Auch der eigentliche Finanzbedarf wird ermittelt. Viele Gründer unterschätzen diesen Punkt. Hier geht es nämlich nicht nur um die Finanzierung von Investitionen in Ladenausstattung oder professionelle Werkzeuge. In den ersten Monaten kommt es zu keinen nennenswerten Einnahmen, dennoch müssen Versicherungen, Miete, Lebensunterhalt und Co. weiter finanziert werden. Hinzu kommen eventuell noch die Ladenmiete, der Einkauf von Material und Co. All das muss finanziert werden, bis regelmäßige ausreichende Einnahmen erzielt werden.

Um dieses Risiko abzufedern, kann eine nebenberufliche Existenzgründung ein guter Mittelweg sein. Dabei bleibt man zunächst in seinem Anstellungsverhältnis, eventuell mit reduzierter Stundenzahl. Die Selbständigkeit wird weitgehend in der Freizeit aufgebaut. Bei diesem Weg sollte jedoch unbedingt das Einverständnis des Arbeitgebers eingeholt werden. Einen Erfahrungsbericht dazu haben wir in diesem Beitrag veröffentlicht.

Nicht zu unterschätzen ist auch die Frage, ob die Begeisterung für dieses Hobby wirklich anhaltend genug ist. Leidenschaften und Interessen ergeben sich oft aus persönlichen Lebenssituationen.  Ändern sich die Lebensumstände, so kann auch die Begeisterung für das eigene Geschäft schnell schwinden. Ein Typisches Beispiel dafür sind die sogenannten Mamablogs, in denen junge Mütter ihre Erfahrungen teilen. Auch darauf lässt sich mit guter Planung ein Unternehmen aufbauen. Doch wird diese Unternehmerin auch noch genug neue Ideen für Kleinkinder-Themen haben, wenn ihre eigenen Kinder bereits in der Pubertät sind?

Viele geschäftstüchte Coaches und Berater suggerieren gerade Frauen, dass sie mit ihrem "Herzensbusiness" - das oft genug auf einem Hobby basiert - finanziell unabhängig werden können. Das ist natürlich möglich. Allerdings birgt ein solches Herzensbusiness auch gefährliche Illusionen, die den Erfolg der Gründung gefährden können.

Formale Voraussetzungen

Auch hier unterscheidet sich die Gründung aus einem Hobby heraus nicht von anderen Existenzgründungen.

Die formalen Voraussetzungen für eine Gründung sind in den meisten Fällen übersichtlich und einfach. Allerdings sollte immer geprüft werden, ob es sich um ein erlaubnispflichtiges Geschäft (Finanzen, Versicherungen, etc.) handelt. Auch im den Bereichen Gesundheit und Gastronomie können zahlreiche Vorschriften zum Tragen kommen, die berücksichtigt werden müssen.

Ist die Idee geprüft und ein Businessplan für tragfähig befunden, kommt es noch auf die Rechtsform an. Die meisten Gründer entscheiden sich für ein Einzelunternehmen, das heute für 20 oder 30 Euro einmalige Gebühr online bei der Gewerbebehörde vor Ort eröffnet werden kann. Ein Stammkapital wird nicht benötigt, dafür wird aber mit dem gesamten Vermögen gehaftet.

Auch die GbR ist eine Möglichkeit, besonders dann, wenn die Gründung mit einem Partner erfolgt. Beide sind in diesem Fall ebenfalls uneingeschränkt haftbar.

Um die Haftung zu verringern und für größere Projekte eignet sich eine GmbH, die ein Stammkapital von mindestens 25.000 Euro erfordert. Der Akt der Gründung ist wesentlich aufwendiger. Hier wird ein notarieller Gesellschaftsvertrag benötigt. Dieser bietet jedoch auch Sicherheiten, da hier bestimmte Dinge verbindlich festgelegt werden können.  Auch die steuerlichen Vorschriften werden bei einer GmbH komplexer. Wer kleiner beginnen möchte, kann eine UG (eine Mini-GmbH) gründen und muss in den nächsten Jahren so viel zurücklegen, das eine GmbH-Gründung erfolgen kann.

Welche Rechtsform am Ende die beste ist, hängt von der individuellen Situation ab. Hier ist es sinnvoll, einen Fachmann um Hilfe zu bitten. Eine erste kostenlose Beratung bieten viele Institutionen wie die Industrie- und Handelskammern oder die lokale Wirtschaftsförderung an.

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