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Digitalisierung: Stiefkind des Innovationsmanagements

Digitalisierung: Stiefkind des Innovationsmanagements

Eigentlich scheinen das Innovationsmanagement und die Digitalisierung Seelenverwandte zu sein. Schließlich geht es im ersten Fall um die systematische Planung, Steuerung sowie Kontrolle von neuen Ideen in Organisationen aller Art. Was läge näher als auf die Digitalisierung zu vertrauen, die für die umfassendsten technologischen Neuerungen der letzten 30 Jahre steht?

Tatsächlich vertrauen Unternehmen aus der DACH-Region ganz wesentlich auf die Digitalisierung als Wachstumstreiber. Dennoch ist sie ein Stiefkind des Innovationsmanagements, wie eine aktuelle Studie zeigt. Dies lässt sich leicht erklären. Zwei Fehler werden gemacht.

Erstens: Zu wenig Kreativität für echtes Innovationsmanagement

Laut der von Horváth & Partners durchgeführten Studie "Digitale Value 2018 - der Beitrag der Digitalisierung zur Wertschöpfung" erwarten 60 Prozent der Unternehmen aus der DACH-Region "signifikante Umsatzsteigerungen durch die fortschreitende Digitalisierung." Mit 98 Prozent der Befragten setzen fast alle Unternehmen auf digitale Lösungen, um Ertrag und Produktivität zu steigern. Erstaunlicherweise profitierten davon bislang lediglich 52 Prozent der Unternehmen. Bei 46 Prozent liefen die entsprechenden Investitionen ins Leere.

Dies hat einen einfachen Grund, wie die Studie zeigt. Zu häufig wird die Digitalisierung nicht als Maßnahme des Innovationsmanagements begriffen, sondern traditionell verstanden. Die Unternehmen bleiben in traditionellen Denkmustern verhaftet und setzen die neuen Möglichkeiten nicht kreativ genug ein. Beispielsweise wollen 95 Prozent der Befragten durch die Digitalisierung eine höhere Produktivität erreichen, Kosten senken und ihren Service verbessern. Gefragt waren dabei Unternehmensbereiche wie die IT (51 Prozent) oder die Logistik (48 Prozent).

Innovativere Bereiche wie das Internet der Dinge werden bislang nur von 42 Prozent der Unternehmen erfasst. Beeindruckend wird diese Studie von einer Umfrage des Fachmagazins "energate" bezüglich der deutschen und schweizerischen Energieversorger untermauert. 80 Prozent von jenen gaben an, dass man zwar Neuerungen unter dem Slogan "Wir leben Innovationen" predige, aber dass die zugehörigen Maßnahmen bislang nur auf dem Papier existierten. 56 Prozenten erklärten, es in den Unternehmen an mangelnden Strukturen und Prozessen fehle, um die Maßnahmen umzusetzen. Immerhin 50 Prozenten gestanden ein, dass es auch schlicht an dem nötigen Know-How mangele.

Zweitens: Zu groß gedacht - Innovationen im Zusammenspiel mit der Digitalisierung beginnt im Kleinen

Zurück zur Studie von Horváth & Partners, denn hier finden sich aus Lösungen. 37 Prozent der Befragten gaben an, dass sich ihre Produkte durch die Digitalisierung geändert hätten. Die Innovationen hätten dabei im Kleinen begonnen. Man habe keine Big-Data-Lösungen angestrebt, sondern nach smarten Neuerungen gesucht und beispielsweise auf eine Innovationsmanagement-Software wie die inzwischen weit verbreitete Lösung von Table of Visions vertraut, um kleine Optimierungen zu erreichen, die zu neuen Produkten führen.

Digitalisierung: Stiefkind des Innovationsmanagements

Hierzu lohnt sich noch einmal ein Vergleich zum lahmenden Innovationsmanagement der Energieversorger aus Deutschland und der Schweiz. 61 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage gaben interessanter Weise an, dass es ihnen genau darum gehe: Sie möchten durch Innovationen vor allem neue Produkte entwickeln. Die Digitalisierung solle ihnen dabei helfen. Der Aufbau völlig neuer Geschäftsfelder (17 Prozent) oder die Optimierung der internen Prozesse (22 Prozent) nahmen nur hintere Plätze ein. Die Energieversorger widersprachen damit der Gesamtwirtschaft.

So offenbart sich ein zweites Problem des Innovationsmanagements im Zusammenspiel mit der Digitalisierung. Es mangelt offensichtlich nicht nur an der nötigen Kreativität, um die Prozesse gewinnbringend umzusetzen. Zugleich wird häufig auch zu groß gedacht. Erfolgreiche Innovationen beginnen mit kleinen Maßnahmen, die anschließend zu größeren Änderungen führen können.

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Bildquellen

Bild 1 https://pixabay.com/de/zukunft-pfeile-richtung-3d-2181336/
Bild 2 https://pixabay.com/de/glühbirne-licht-birne-energie-1246043/

 

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