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Rating von Unternehmen nach Basel II – Was können Unternehmen tun?

In den letzten Monaten ist ein Thema verstärkt in das Blickfeld der Finanzierung des Mittelstandes gerückt: Basel II und die daraus sich ergebenden Auswirkungen auf das Verhältnis von Bank und kreditfinanziertem Unternehmen. Kernpunkte der Basel II-Anforderungen sind neue Regelungen zur Unterlegung von Risikopositionen (d.h. auch von Bankkrediten an Unternehmen) durch Eigenkapital und zum Rating der Kreditnehmer durch die Bank. Die geforderten Ratingverfahren betreffen in ihren Auswirkungen alle Marktteilnehmer – Banken und Mittelstand.

Was ist Basel II?
Mittelständische Unternehmen wollen oder können sich oft nicht über die Kapitalmärkte finanzieren, so dass sie in besonderer Weise von der Kreditvergabe der sie finanzierenden Banken abhängig sind. Alternativen zum Beispiel in Form von Venture Capital stehen im gegenwärtigen wirtschaftlichem Umfeld nicht zur Verfügung.

Kritiker befürchten nun, dass durch die veränderten Regelungen die Kredite teurer werden und sich Banken ggf. sogar aus dem mittelständischen Firmenkundengeschäft zurückziehen könnten. Ob es dazu wirklich kommt, ist fraglich. Auf jeden Fall kann aber eine erhebliche Veränderung der Kreditkultur in Banken erwartet werden, egal ob es sich um Sparkassen, Genossenschaftsbanken oder Privatbanken handelt. Sicher ist auch, dass sich kleine und mittlere Unternehmen darauf einstellen können, durch ein bankinternes Ratingverfahren wie große Aktiengesellschaften unter die Lupe genommen zu werden.Durch Basel II wird die bisherige Übereinkunft zum Eigenkapital von Kreditinstituten aus dem Jahre 1988 überarbeitet. Ziel ist es, mehr Sicherheit und Solidität bei gleichzeitiger Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Finanzgeschäft zu erreichen. Neu ist, dass sich die Unterlegung von Krediten mit haftendem Eigenkapital der Banken künftig viel stärker an der Bonität der Kunden richten wird. Bisher galt eine Standardsatz von 8 %. In Zukunft wird nun die wirtschaftliche Situation des Kunden die Eigenkapitalbelastung der Bank bestimmen und damit auch Auswirkungen auf die Kreditkonditionen haben. Ende Mai 2001 lief die Diskussionsphase aus. Bis 2005 sollen dann diese Regelungen bei allen Kreditinstituten eingeführt sein. Aber Achtung: Um für den Start von Basel II am 01.01.2005 gerüstet zu sein, müssen die Kreditinstitute die Datenreihen für die bankeninterne Berechnung beginnend ab dem Jahr 2003 aufbauen. Somit ist es sehr wahrscheinlich, dass viele Banken bereits ab 2003 beginnen werden, die Weichen in Richtung Basel II zu stellen und somit ein Rating aufzubauen sowie von den Unternehmen die entsprechenden Daten (siehe auch nächsten Abschnitt) einzufordern. Dieser frühe Start in einer Übergangsphase ist durchweg positiv zu sehen, da Unternehmen somit genügend Zeit bleibt, ihre eigene Unternehmensführung und die damit verbundene Informationspolitik gegenüber der finanzierenden Bank anzupassen.

Auswirkungen auf die Unternehmen
Grundlage von Basel II ist die Regelung, dass die Bonität des Kunden stärker als bisher bei der Eigenkapitalunterlegung berücksichtigt wird. Als Maßstab für die Bonität des Kunden gilt dabei das sog. Rating als Klassifizierung für das Ausfallrisiko des Kunden aus Sicht der Bank. Das Besondere daran: Interne Bankenratings gab es schon lange, die gegenwärtigen Ratingklassifizierungen wurden Mitte der 90er Jahre installiert. Dabei dienten die Ergebnisse hauptsächlich der Einstufung der Firmen in sogenannte Risikoklassen, wobei diese Ergebnisse den Unternehmen in der Regel nicht bekannt waren. Durch die Änderungen von Basel II werden die Ratingsysteme aber nun aufsichtsrechtlich relevant und haben letzten Endes Einfluss auf die Kreditkonditionen Dank der erhöhten Transparenz ist es nach Basel II nun aber für viele Unternehmen möglicherweise wieder einfacher geworden, die so wichtigen Kredite für ihre Expansion oder für die Überbrückung von Durstrecken zu bekommen. Die restriktive Kreditvergabe in den vergangenen Monaten hat viele eigentlich potente Unternehmen, die aber zum Beispiel hohe Außenstände hatten, in die Insolvenz geschickt.

 

 

Bankinterne Ratings reichen für Basel II und die damit verbundenen Regelungen aus. Zusätzliche externe Ratings bei Agenturen (Standard & Poor's, Moody's) eignen sich aufgrund ihrer Kosten von bis zu 50.000 EUR eigentlich auch nur für große Firmen, welche Zugang zum Kapitalmarkt benötigen und in diesem Zusammenhang die Ausgabe von Unternehmensanleihen vorhaben. Für mittelständische Unternehmen ist die traditionelle Kreditfinanzierung über die Hausbank hingegen oft immer noch die bessere Variante. Der Kundenbetreuer in der Bank wird aufgrund der bestehenden Beziehung das Unternehmen besser einschätzen und bewerten können (siehe auch nächste Übersicht) als ein externes Rating-Institut, welches sich nur einige Tage dem Unternehmen widmet. Auch sollte es aufgrund der Kontoverbindung sowie der bestehenden Beziehung / Kenntnisse zwischen Bank und Kunden möglich sein, die notwendigen Informationen zu erheben, ohne die Unternehmen über Gebühr zur mit administrativen Aspekten zu belasten.

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