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Brauchen Sie ein großen WARUM oder einen guten Grund, JETZT etwas zu tun?

Der Jahresbeginn ist die Zeit der guten Vorsätze – ein tolles Thema für gefühlt jeden Zweiten, der irgendetwas im Internet schreibt. Weil aber bekanntlich die meisten guten Vorsätze eine sehr kurze Halbwertzeit haben, hat sich die schreibende Zunft angepasst. Es gibt wahlweise Tipps, wie man seine Vorsätzen tatsächlich treu bleibt, Begründungen, warum man sich gar nicht erst etwas vornehmen sollte, oder sogar Anti-Vorsatz-Listen.

 

Klar im Vorteil sind dabei die allgemeinen Lebensratgeber-Schreiber. Die erklären Ihnen sowieso schon das ganze Jahr lang, wie Sie am besten Ziele setzen und umsetzen. Dabei hat sich nach meiner – nicht repräsentativen – Beobachtung so eine Art kleinster gemeinsamer Nenner herausgebildet:

So ziemlich jeder Coach und Autor der zum Thema Persönlichkeitsentwicklung, Ziele, Selbstverwirklichung etc. schreibt, erklärt uns, dass wir zunächst einmal das große WARUM benötigen.

Warum mache ich das? Warum will ich etwas Bestimmtes erreichen?
Warum will ich mich gesünder ernähren?
(Am besten etwas richtig Ehrenwertes, z.B. weil gesundes Essen nachhaltiger ist als Fertigfutter und ich so zur Rettung des Planeten beitragen kann)
Warum will ich bloggen? (Weil es mir Spaß macht oder gar weil ich damit Geld verdienen möchte reicht auf gar keinen Fall aus. Um Erfolg zu haben, muss ich mindestens ganz altruistisch das Leben meiner Leser zum Besseren verändern wollen.)

Wenn wir unser großes WARUM gefunden haben, dann würden wir demnach auch für jeden beharrlichen Schritt auf dem Weg zum großen Erfolg motiviert bleiben. Also auch zur Umsetzung unserer guten Vorsätze.

Mit der Motivationswirkung des großen WARUM habe ich allerdings so meine Probleme. Das große langfristige Ziel ist mir oft zu abstrakt, um mich gerade heute aufzuraffen und etwas dafür zu tun.

Natürlich möchte ich als Unternehmer erfolgreich sein, um dauerhaft selbst bestimmt arbeiten zu können und finanziell unabhängig zu sein. Außerdem möchte ich gern etwas abnehmen, um im Sommer am Strand eine gute Figur zu machen (Klimarettung als Nebeneffekt gesünderen Essens inclusive).

Aber warum muss ich deshalb gerade heute, an einem Sonnabend, einen neuen Artikel schreiben? Muss ich wirklich bei diesem Wetter, bei dem man sprichwörtlich keinen Hund vor die Tür jagen würde, Sport machen? Und muss ich wirklich heute schon auf meine Tiefkühlpizza verzichten? Bis zum Sommer ist doch noch so viel Zeit.

Das ist wie bei einem Unternehmen, das sich eine ambitionierte und sinnvolle Vision gegeben hat. Trotzdem kann der einzelne Mitarbeiter daraus schwer ableiten, ob er seine Energie nun diesem oder jenem Projekt widmen soll und warum gerade dieser Kundenauftrag so wichtig ist.

In beiden Fällen liegt das Problem darin, eine direkte Verbindung zwischen dem großen Langfristziel und der jetzt anstehenden Aufgabe herzustellen.

Natürlich muss ich wissen, was ich mit meinem Unternehmen und dieser Webseite erreichen will. Eine Ernährungsumstellung macht man auch nicht aus einer Laune heraus. Und jedes Unternehmen sollte auch wissen, wo es in Zukunft stehen will (nicht nur zum nächsten Quartalsbericht). Aber das hilft mir und dem Mitarbeiter nicht immer bei der nächsten anstehenden Aufgabe.

Dann las ich diesen Tweet:

Wenn das große WARUM, nicht motiviert, dann vielleicht JETZT ein guter Grund

In dem verlinkten Video geht es um soziale Ziele. Die Parallele zu persönlichen Vorsätzen jeder Art und Unternehmenszielen lässt sich ganz leicht ziehen. Mir wurde dabei klar, warum das große WARUM mich und so viele andere nicht immer ausreichend motiviert: es ist einfach zu groß!

Mein unternehmerischer Erfolg hängt nicht an einem einzelnen Artikel. Die Sommer-Strandfigur erreiche ich nicht mit dieser einen Mahlzeit und auch nicht mit einem einzelnen Workout an einem verregneten Sonnabend im Winter. Die Umsetzung der Unternehmensvision steht und fällt nicht mit dem einen Kundenauftrag.

Wenn das große WARUM nicht so recht für eine konkrete Aufgabe motivieren kann, dann gibt es aber wahrscheinlich trotzdem JETZT einen guten Grund dafür:

  • Ich schreibe am Sonnabend, dem 2. Januar, einen Artikel für meine Unternehmenswebseite weil ich einfach gern schreibe. Ich habe mich dazu aufgerafft, weil ich gerade heute die Idee zu diesem Thema hatte und weil ich weiß dass ich solche Ideen frisch am besten umsetzen kann.
  • Ich habe vorhin eine Stunde lang Sport gemacht weil ich wusste wie gut es tut, den Kopf frei und die Lungen voll frischer Luft zu bekommen.
  • Heute Abend koche ich etwas, weil mir selbst gemachtes Essen eigentlich viel besser schmeckt. Die Tiefkühlpizza bleibt für Notfälle im Gefrierschrank.
  • Der Mitarbeiter setzt alles daran den Kundenauftrag zu gewinnen, weil er gern verkauft und vielleicht weil er sich für eine Beförderung oder einen Bonus empfehlen möchte.

Einen weiteren Tipp zum Thema Vorsätze habe ich auf zenhabits.com gefunden. Auch dort ist nicht vom großen WARUM die Rede. Die Empfehlung lautet vielmehr „Instead of Goals or Resolutions, Try Creating Rules”. Kurz gesagt lassen sich Veränderungen leichter erreichen, wenn man sie in eine Wenn-Dann-Regel verpackt (Wenn ich zwischendurch Hunger bekomme, esse ich etwas Obst oder ein paar Nüsse.)

Wenn man sich für eine gewisse Zeit an diese Regel hält, wird daraus eine Gewohnheit. Damit ist man einer positiven Veränderung schon ein ganzes Stück näher gekommen.

Mein Fazit

Wenn man sich für gute Vorsätze nur mit dem ganz großen Ziel motiviert, kann man leicht scheitern. Manchmal kommt man weiter, wenn man einfach nur einen guten Grund für den nächsten konkreten Schritt hat, oder wenn man sich eine einfache Regel aufgibt.

Dieser Artikel ist ein Beitrag zur Blogparade des WWF „Wie schaffen wir Veränderung? Brauchen wir bessere Vorsätze?“

 

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