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Zielgruppenanalyse: Bedeutung der Zielgruppe von Plattformliften, Kinderspielzeugen und Fleischersatzprodukten

Zielgruppenanalyse und ihre Auswirkungen auf das Marketing

Bei der Konzeption eines Businessplans und zur Ausrichtung des Marketings ist die Zielgruppe zu definieren, um den Nutzen des Produktes oder der Dienstleistung auf die Bedürfnisse der Kunden auszurichten.

 

Im Rahmen der Zielgruppenanalyse ist zu klären, wie die Zielgruppe erreicht werden kann, um mit einem definierten Aufwand die größtmögliche Reichweite zu erzielen und somit den Absatz der angebotenen Produkte oder Dienstleistungen zu steigern. Mit einem uneingeschränkten Budget ließe sich frei nach dem Motto „viel hilft viel“ agieren und die Marketingmaßnahmen breit streuen.

Auf diese Weise ließen sich mit Sicherheit einige Zufallstreffer landen und neue Kunden gewinnen, allerdings würden viele der kostspieligen Bemühungen keine sichtbare Wirkung nach sich ziehen. In der Realität unterliegt das Budget des Marketings Restriktionen, die die Werbemöglichkeiten einschränken. Eine umfassende Zielgruppenanalyse kann die benötigten Daten liefern, um Marketingmaßnahmen passgenau zu gestalten und die Ressourcen optimal zu nutzen.

 

Die Funktionsweise einer Zielgruppenanalyse

Die Zielgruppenanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Marktanalyse und ermöglicht ein tiefergehendes Verständnis der Bedürfnisse potenzieller Kunden. Zielgruppen können anhand einer Vielzahl von Kriterien wie z. B. Alter, Geschlecht, Wohnort, Beruf, Einkommen Familienstand, ethische Werte, Vorlieben und Interessen definiert werden.

Nach der Ermittlung der Zielgruppe für das bestimmte Angebot bzw. Produkt werden deren Verhaltensmerkmale und Wünsche genauer erforscht. Dazu werden häufig Umfragen, Interviews oder Statistiken eingesetzt. Je besser die Zielgruppe gekannt wird, desto eher kann sie mit den angewendeten Marketingmaßnahmen erreicht werden.

 

3 Beispiele für Zielgruppenanalysen und ihre Auswirkung auf das Marketing

Zielgruppendefinition bei einem Plattformlift

Mitunter kommt es durch gründliche Zielgruppenanalysen zu überraschenden Ergebnissen, bei denen der Endverbraucher nicht im Fokus der Marketingmaßnahmen steht. Als interessantes Beispiel sind hier Treppenlifte aufzuführen.

Es könnte davon ausgegangen werden, dass zum Beispiel ein Plattformlift in erster Linie für Senioren und mobilitätseingeschränkte Menschen von Interesse ist und diese deshalb mit den entsprechenden Marketingmaßnahmen beworben werden. Wenn zum Beispiel der Hersteller Fischer Treppenlifte ausschließlich die Zielgruppe der Senioren bespielen würde, bleibt Marktpotenzial ungenutzt, denn häufig stimmen Nutzer und Käufer in diesem Bereich nicht überein.

In vielen Fällen werden die Senioren von ihren Kindern betreut, die folglich für den Einbau eines Treppenliftes sorgen. Die Senioren selbst sind oftmals nicht mehr in der Lage, die Organisation eines Einbaus selbst zu übernehmen. In Bezug auf das Marketing bedeutet dies, dass die gewählten Maßnahmen für Treppenlifte und Co. auf die jüngere Generation, also Menschen im Alter von etwa 40-60 Jahren, auszurichten sind.

 

 

 

Anpassung der Werbebotschaft bei Kinderspielzeugen

Ein weiteres Beispiel für Fälle, bei denen Nutzer und Entscheider nicht identisch sind, betrifft Produkte für Kinder wie z.B. Spielzeuge. Kinder sind gesetzlich nur in gewissem Maße geschäftsfähig und können selbst nur kleinere Kaufentscheidungen treffen. Deshalb haben Unternehmen, die Produkte für Kinder vertreiben, zwei Möglichkeiten.

Einerseits können Sie die Kinder mit ihren Marketingmaßnahmen ansprechen und darauf setzen, dass diese ihre Eltern vom Kauf überzeugen. Das setzt allerdings voraus, dass die Kinder alt genug sind, um ein Begehren zu entwickeln und zu äußern.

Andererseits können Marketer ihre Maßnahmen direkt auf die Eltern ausrichten. Eltern haben beim Kauf des Produktes eine andere Intention und lassen sich im Gegensatz zu ihren Kindern durch andere Aspekte von einem Produkt begeistern.

Wird ein Spielzeug zum Beispiel mit dem Prädikat „pädagogisch wertvoll“ beworben, so richtet sich diese Information eindeutig an die Eltern. Eltern wollen ihre Kinder fördern und ihnen etwas Gutes tun, weshalb sie zu Produkten greifen, die dies versprechen.

Kinder lassen sich hingegen vor allem durch bunte Farben, süße Figuren und der Aussicht auf viel Spaß überzeugen. Viele Cornflakes-Sorten haben deshalb ein eigenes Maskottchen wie zum Beispiel Tony Tiger, der die Frosted Flakes von Kelloggs bewirbt. Für die Eltern stehen auf den Cerealien-Packungen dagegen Informationen über wertvolle Inhaltsstoffe, wie z.B. „Vollkorn“ oder „ohne Zuckerzusatz“.

 

Erweitern der Zielgruppe bei veganen Produkten

Ebenfalls interessante Ergebnisse hat die Zielgruppenanalyse für Fleischersatzprodukte hervorgebracht. Die Fokusgruppe der veganen Wurst- und Fleischalternativen sind sicherlich überzeugte Veganer.

Darüber hinaus findet sie jedoch auch bei Fleischessern, die ihren Fleischkonsum senken wollen, eine weitere wichtige Zielgruppe. Da insbesondere gesundheitliche, ökologische und ethische Aspekte bei Kaufentscheidungen zunehmend von Bedeutung sind, werden vegane Produkte auch von Nicht-Veganern gekauft. Ihnen fällt der Verzicht auf Wurst und Fleisch nämlich häufig leichter, wenn sie auf ein Ersatzprodukt zurückgreifen können, das Fleischwurst, Hackfleisch und dergleichen möglichst nahekommt.

Die Zeiten, in denen vegane Produkte ein Nischenprodukt waren, sind vorerst vorbei. Heutzutage sollen sie eine ansprechende Alternative für alle umweltbewussten Menschen darstellen und werden dementsprechend auch so beworben.

Die Unternehmen, die eine qualitativ hochwertige Zielgruppenanalyse durchgeführt und somit den Trend bereits früh erkannt haben, haben nun Vorteile am Markt.

 

Fazit

Es wird deutlich, dass eine Zielgruppenanalyse sehr lohnenswert sein und zu überraschenden Erkenntnissen führen kann, welche die Neuausrichtung der Marketingstrategie begründen können. Wichtig ist sich fortlaufend mit der Zielgruppe auseinanderzusetzen, um schnell auf Trends reagieren oder sie sogar vorhersehen zu können.

Durch Zielgruppenmarketing lassen sich Ressourcen effizienter einsetzen, denn schließlich ist das Wissen, welche Zielgruppe wie erreicht und mit welcher Botschaft sie überzeugt werden kann, von großer Bedeutung für den unternehmerischen Erfolg.

 

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Bildquelle: https://pixabay.com/de/illustrations/netzwerke-personen-nutzer-3017398/

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