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Studienergebnisse "Global CFO Signals"

Der aktuelle Deloitte-Report „Global CFO Signals", wozu CFOs aus 23 Ländern befragt wurden, zeigt: Die konjunkturelle Unsicherheit ist weltweit das größte Problem. Bei insgesamt positiven Wachstumsaussichten sehen die deutschen CFOs Risiken für die Unternehmensentwicklung. Dennoch erwartet die Mehrheit für die kommenden zwölf Monate sowohl eine verbesserte Ertrags- als auch Beschäftigungssituation – allerdings bei sinkenden Margen.

Der vorsichtige Optimismus der deutschen CFOs findet sich auch in den meisten anderen Ländern, von den USA über die EU-Staaten bis hin zu den aufstrebenden Ökonomien Asiens und Südamerikas. Wie in Deutschland ist es auch dort zumeist die Unsicherheit insbesondere mit Blick auf die Entwicklung der Euro-Zone sowie der Rohstoffpreise, die eine allmähliche Erholung von Unternehmen und Volkswirtschaften mit zahlreichen Fragezeichen versieht.

„Verglichen mit unserer letzten Erhebung hat der Optimismus bei den Finanzchefs deutlich zugenommen – mit einigen Ausnahmen wie zum Beispiel in Ungarn und Kroatien. Dabei sind sich alle Befragten bewusst, dass der Aufwärtstrend sehr fragil ist. Und noch eines fällt auf: Die meisten CFOs sind deutlich zuversichtlicher mit Blick auf die Entwicklung ihres Unternehmens als in Bezug auf die jeweilige Volkswirtschaft", erklärt Dr. Alexander Börsch, Leiter Research Deloitte Deutschland.

Deutschland: Wohin steuert die Euro-Zone?
Rund 80 Prozent der befragten CFOs in Deutschland beurteilen die gegenwärtige politisch-ökonomische Lage als ausgesprochen unsicher. 70 Prozent halten die bisherigen Maßnahmen zur Euro-Rettung für nicht ausreichend, 43 Prozent glauben an ein Schrumpfen der Euro-Zone. Deswegen wollen sich fast zwei Drittel vor allem auf organisches Wachstum konzentrieren, immerhin 56 Prozent erwarten eine Zunahme der M&A-Aktivitäten in ihren jeweiligen Märkten. Insgesamt 28 Prozent sehen dabei die Lage ihres Unternehmens positiver als noch vor drei Monaten.

Benelux, Dänemark, Österreich und Schweiz: heiter bis wolkig
In Deutschlands Nachbarländern herrscht eine neutrale bis leicht positive Stimmung unter den befragten CFOs. In Österreich erwarten 56 Prozent bessere Geschäfte und 37 Prozent geringere Kreditkosten. Skepsis herrscht allerdings bei den Rohstoffpreisen. Für die Schweizer CFOs bleibt vor allem der starke Franken ein Risiko, hingegen lässt die Kreditverfügbarkeit die Hälfte der Befragten eine Inflation befürchten. Die gesamtwirtschaftliche Situation Dänemarks und der Beneluxländer unterscheidet sich wesentlich voneinander, allen gemeinsam ist aber ein verhaltener Optimismus – in Belgien jedoch mit erheblichen Vorbehalten, dort scheint indes die Gefahr einer Kreditklemme gesunken zu sein.

Polen und Tschechien: ungleiche Entwicklung
Die östlichen Nachbarn zeigen ein unterschiedliches Bild: In Polen sehen die CFOs gute Wachstumschancen, 35 Prozent sind bereit, ihre Balance Sheets mit mehr Risiken zu versehen. Als Hemmnisse werden die Euro-Krise und die spezifische polnische Steuergesetzgebung genannt. Insgesamt erwarten rund 70 Prozent keine Verschlechterung der finanziellen Performance ihrer Unternehmen. In Tschechien überwiegt die Unsicherheit, nur 25 Prozent bezeichnen diese als nicht relevant für ihr Geschäft. Aber 27 Prozent zeigen sich generell optimistisch mit Blick auf die finanziellen Perspektiven ihrer Unternehmen.

USA und Großbritannien: vorsichtige Erholung
In den USA bessert sich die Stimmung der CFOs langsam, aber stetig. 63 Prozent sehen eher optimistisch in die Zukunft. Knapp zwei Drittel wollen sich auf strategisches Wachstum konzentrieren, die Cash-Reserven der Unternehmen will die Mehrheit vornehmlich in M&As investieren. Größtes Wachstumshemmnis ist für die Befragten die unsichere Weltwirtschaftslage. Deutlich zurückhaltender geben sich die CFOs in Großbritannien – obwohl sie die Probleme der Euro-Zone zunehmend gelassener beurteilen und die eigenen Geschäftsaussichten sich sprunghaft verbessert haben.

China und Indien: gebremstes Wachstum
In China steht nahezu ausschließlich das Wachstum in Fokus, das sich nach Ansicht der Mehrheit in den kommenden Jahren verlangsamen wird – auch wegen der geringeren Auslandsnachfrage. Entsprechend verhalten beurteilen die CFOs die eigenen Unternehmensaussichten. Immerhin 87 Prozent versprechen sich positive Effekte von der Internationalisierung des Renminbi, 46 Prozent fordern einen Bürokratieabbau. In Indien sorgen sich die CFOs vor allem um die Binnennachfrage, sind aber mehrheitlich optimistisch bei den Geschäftsaussichten der kleineren Unternehmen.

„Unabhängig von den einzelnen Ländern und Wirtschaftsräumen eint die CFOs eine Aufgabe: die Verwendung der Cash-Reserven. Die Möglichkeiten sind breit gefächert. In Irland und Schweden sollen sie vornehmlich zum Schuldenabbau verwendet werden, während in Nordamerika und Osteuropa die Unternehmensliquidität priorisiert wird. Einzig in Belgien geht der Trend in Richtung Re-Investition", resümiert Rolf Epstein, Partner und Leiter CFO-Services bei Deloitte.

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Den kompletten Report finden Sie hier zum Download.

 

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