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Unternehmenskrisen sind meistens auf strategische Fehlentscheidungen zurückzuführen

Der Erfolg eines Unternehmens ist von zahlreichen internen und externen Faktoren abhängig. Ausschlaggebend für Unternehmenskrisen sind allerdings strategische Fehlentscheidungen und nicht konjunkturelle Entwicklungen, wie viele Unternehmer glauben. Stimmen Handlungsmöglichkeiten eines Unternehmens nicht mehr mit den Marktanforderungen überein, verwandelt sich das Geschäftsmodell in ein Trojanisches Pferd. Dies sind die Hauptthesen des Buchs "Trojan Horses of Decline" von René Seyger, Partner von Roland Berger Strategy Consultants.

Sein Fazit in Kurzform:

  • Konjunkturelle Zyklen sind nur bedingt verantwortlich für die Entwicklung von Unternehmen
  • Ausschlaggebend für den Unternehmenserfolg ist die richtige Strategie
  • Strategie und Geschäftsmodell müssen regelmäßig überprüft werden – auch in guten Zeiten
  • Fehlentscheidungen schleichen sich wie ein Trojanisches Pferd in das Unternehmen und führen dann zur Handlungsunfähigkeit

"Viel zu häufig suchen Unternehmen die Ursachen ihrer Krise in externen Faktoren", sagt René Seyger, Autor des Buchs und Partner von Roland Berger in den Niederlanden. "Das ist eine unbegründete Reaktion, denn wirtschaftliche Stagnation oder Rezession sind nie die wahren Ursachen für das Scheitern eines Unternehmens." Ausschlaggebend sind vielmehr strategische Fehlentscheidungen. "Falsche oder nicht getroffene Entscheidungen schleichen sich wie ein Trojanisches Pferd zurück in das Unternehmen und führen oft zur Handlungsunfähigkeit", warnt Seyger.

Geschäftsmodell und Realität weichen ab

Unternehmen sollten ihre eigene Strategie regelmäßig überprüfen, um von potenziellen Krisen nicht zu stark beeinflusst zu werden. "Anders als die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung ist die eigene Strategie kontrollierbar", sagt Seyger. Nehmen Firmen ihre strategische Ausrichtung auch in guten Zeiten unter die Lupe, können sie vermeiden, dass ihr Geschäftsmodell und die wirtschaftliche Realität voneinander abweichen.

"Um erfolgreich am Markt zu agieren, muss das Geschäftsmodell auf das reale Umfeld abgestimmt sein, in dem ein Unternehmen tätig ist. Entsteht eine Schere zwischen der Strategie und den Markterwartungen, wird das Geschäftsmodell zum Trojanischen Pferd. Das Unternehmen ist dann zum Scheitern verurteilt", erklärt Seyger. Im Krisenfall greifen Firmen dann häufig auf radikale Maßnahmen zurück. Doch diese können meistens nur die Symptome lindern – die wahre Ursache wird jedoch nicht bekämpft.

Trojanische Pferde

In seinem Buch unterscheidet René Seyger zwischen vier verschiedenen Arten von Trojanischen Pferden:

  1. Das verwickelte Trojanische Pferd: Diese Unternehmen gehen grundlegend unterschiedliche Geschäftstätigkeiten mit der gleichen Strategie an.
  2. Das fehlgeleitete Trojanische Pferd: Hier geht es um Firmen, die nicht auf Wertschöpfung ausgerichtet sind.
  3. Das unangepasste Trojanische Pferd: Diese Unternehmen passen sich der Marktentwicklung nicht entsprechend an.
  4. Das überlastete Trojanische Pferd: In diesem Fall geht es um Firmen, die schneller wachsen, als sie es strukturell verkraften können.

Entwickelt sich ein Geschäftsmodell zu einem Trojanischen Pferd, bedeutet dies jedoch nicht den Untergang eines Unternehmens. "Wenn Unternehmen ihren strategischen Prozess regelmäßig bewerten und überprüfen, können sie Trojanische Pferde frühzeitig erkennen und entsprechend darauf reagieren, um die Krise abzuwenden", fasst René Seyger zusammen.

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