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Wertschöpfung durch regelmäßige Akquisitionen

Erfahrene Akquisiteure schaffen mehr Wert für ihre Aktionäre als organisch wachsende Unternehmen. Laut dem aktuellen M&A-Report 2015 von BCG steigern Unternehmen, die regelmäßig zukaufen Umsatz und Gewinn schneller als organisch wachsende Unternehmen – Sie schaffen damit langfristig höheren Wert für Aktionäre.

Mehr als die Hälfte aller Unternehmenskäufe vernichten Wert. Der heute von The Boston Consulting Group (BCG) veröffentlichte, elfte jährliche M&A-Report 2015 zeigt jedoch: Kaufen Unternehmen regelmäßig zu, sind sie deutlich erfolgreicher als Unternehmen, die nur einmalig oder gar nicht zukaufen, da sie deutlich stärker in Umsatz und Gewinn wachsen.

In der Studie mit dem Titel „From Buying Growth to Building Value" hat BCG den Mehrwert für Aktionäre (den sogenannten „Total Shareholder Return“, TSR, also die Summe aus Aktienkurssteigerung und Dividendenrendite) für rund 19.000 Unternehmen aus ihrer M&A-Datenbank analysiert. Dabei wurde der jährliche TSR für verschiedene Käufertypen im fünf, zehn- und 25-Jahres-Zeitraum untersucht. Dabei unterscheidet BCG in „Portfoliokäufer“ (sie kaufen öfter als fünfmal in fünf Jahren andere Unternehmen), „Aktive Käufer“ (zwei bis fünf Transaktionen innerhalb von fünf Jahren), für „Einmalkäufer“ (eine Investition in fünf Jahren) und „Nichtkäufer“.

„Aktive Käufer und Portfoliokäufer erzielen für ihre Aktionäre einen deutlich höheren jährlichen Mehrwert als Einmalkäufer oder organisch wachsende Unternehmen“

erklärt Jens Kengelbach, BCG-Partner, Global Head of M&A und Co-Autor der Studie.

Portfoliokäufer und Aktive Käufer erreichen einen durchschnittlichen TSR von 11,6 Prozent und 8,8  Prozent über einen Zeitraum von 25 Jahren, während Einmalkäufer und organisch wachsende Unternehmen über den gleichen Zeitraum einen durchschnittlichen TSR von 3,5 und 5,6 Prozent erzielen. Ähnliche Resultate ergeben sich auch für einen Zeitraum von zehn und fünf Jahren. Die Anzahl an Einmalkäufern zieht den Durchschnitt jedoch nach unten. Eine typische Transaktion generiert einen relativen TSR von vier Prozent ein Jahr nach Bekanntgabe der Transaktion. Jedoch erzielen lediglich 47 Prozent aller Transaktionen überhaupt einen positiven relativen TSR. Einmalkäufer erreichen einen relativen TSR von zwei Prozent und nur 43 Prozent erzeugen eine Wertsteigerung für die Aktionäre. Aktive Käufer und Portfoliokäufer hingegen generieren einen relativen TSR von sechs und acht Prozent, dabei erzielen über 50 Prozent ihrer Transaktionen eine positive Wertschaffung für die Aktionäre.

Die BCG-Studie zeigt noch zwei weitere, überraschende Ergebnisse: Zwar benötigt man Synergien, um eine Übernahmeprämie zu rechtfertigen, aber die Studie zeigt, dass die EBITDA Marge des Käufers innerhalb von zwei Jahren um circa 1 Prozentpunkt sinkt – und das trotz Synergien. Besonders interessant ist das jedoch, weil diese Betrachtung zu kurz springt: Gerade die Serienkäufer mit mehr als fünf Transaktionen pro Fünfjahreszeitraum schaffen einen fast dreimal so hohen TSR (14,9 Prozent vs. 5,9 Prozent) wie nicht kaufende Unternehmen – und das, weil das höhere Umsatzwachstum die Margenverwässerung überkompensiert.

„Eine Akquisition wird erst durch eine gezielte und effektive Integration erfolgreich“, sagt Kengelbach, der auch das weltweit operierende Transaction Center von BCG leitet. „Im Durchschnitt prüfen Käufer zwanzig Kandidaten an, bevor sie eine Transaktion abschließen. Aber das allein ist keine Erfolgsgarantie, denn die meisten Firmen kaufen selten zu.“ Erfahrungswerte zur Integration eines gekauften Unternehmens sind laut der BCG-Studie rar; die Integration von Zukäufen ist deshalb eine der schwierigsten Herausforderungen für die Top-Entscheider.

„Unerfahrene Managementteams sind oft weniger vorbereitet als sie glauben und unterschätzen die Herausforderungen eher"

so Kengelbach weiter. „Hier gilt es also, systematische und rigorose Managementprozesse zu implementieren. Nur so behält man die Kosten im Griff und kann Synergien heben.“

„Akquisitionen sorgen für Wachstum und Wertsteigerung – aber nur, wenn stringente, standardisierte Prozesse verfolgt werden“, betont Kengelbach. „Die Daten zeigen, dass Zukäufe tendenziell die Margen verwässern. Je prozesssicherer ein Käufer aber ist, desto höher sind seine Chancen, die geplanten Synergien tatsächlich realisieren zu können. Die Herausforderungen sind dabei aber nicht notwendigerweise proportional zur Transaktionsgröße.“

Link zur Studie: From Buying Growth to Building Value

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