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Der Leistungsdruck auf Chefstrategen (CSO) in europäischen Unternehmen ist hoch

Roland Berger Strategy Consultants und das Institut für Betriebswirtschaft der Universität St. Gallen (IfB-HSG) haben zum dritten Mal mehr als 150 Chief Strategy Officers (CSOs) der größten europäischen Unternehmen für ihre Studie "CSO Survey" befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Bedeutung der CSOs weiter zunimmt und sie immer öfter Entscheidungen treffen müssen, die besonderes Augenmaß erfordern.

CSOs sind aus den Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Doch obwohl ihre Rolle immer wichtiger wird und die Aufgaben zunehmend komplexer werden, wachsen die Kapazitäten in den Strategieabteilungen nicht entsprechend mit. "Um die steigende Komplexität durch immer neue Kompetenzfelder und volatile, unsichere Märkte bewältigen zu können, müssen CSOs den Strategieprozess daher effizienter gestalten", sagt Dr. Tim Zimmermann, Partner von Roland Berger Strategy Consultants.

Erfolgreiche CSOs: langjährige Erfahrung und großes Netzwerk

Die meisten der befragten CSOs verfügen über einen Studienabschluss und viele haben internationale Top-Universitäten besucht. Sechs von zehn haben während ihrer beruflichen Laufbahn bereits in einer Strategieabteilung oder im General Management gearbeitet und wichtige Erfahrungen gesammelt. Die Position des Chefstrategen ist oftmals ein Sprungbrett für qualifizierte Führungskräfte, die über hohe Kompetenz bei der Gestaltung von Prozessen und über methodisches Denken verfügen. Bei der Besetzung der Position mit externem oder internem Personal ist vor allem ein gutes Netzwerk entscheidend.

"Erfolgreiche Firmen haben öfter erfahrene CSOs, die schon lange im Unternehmen tätig sind", sagt Studienleiter Prof. Dr. Markus Menz vom Institut für Betriebswirtschaft der Universität St. Gallen. "27 Prozent der befragten Chefstrategen arbeiten länger als zehn Jahre im jeweiligen Unternehmen. Sie kennen alle Prozesse und mögliche Schwachstellen und verfügen über ein starkes Netzwerk innerhalb der Firma."

 

Das schafft Vertrauen bei den Mitarbeitern und erleichtert oft schwierige Entscheidungen. Der CSO wird somit zunehmend zum Mediator zwischen einzelnen Fachbereichen und der Geschäftsführung. Die große Herausforderung besteht jedoch darin, die eigene Position nicht zu gefährden und das künftige Geschäftsmodell so zu vertreten, dass alle Abteilungen es akzeptieren und unterstützen.

Profitables Wachstum hat oberste Priorität

Ganz oben auf der CSO-Agenda steht die strategische Weiterentwicklung der Unternehmen. Hier zeigt sich ein neuer Trend: Unternehmen treffen vor allem strategische Entscheidungen, die profitables Wachstum ermöglichen. Die Sicherung von Marktanteilen zu Lasten der Profitabilität ist demnach passé. Gab es vor der Finanzkrise die typischen Zyklen von Wachstum mit anschließender Konsolidierungsphase, müssen CSOs nun umdenken und nachhaltige Ergebnisverbesserung durch effizientes Wachstum erwirtschaften.

Dies spiegelt sich auch in den wichtigsten strategischen Entscheidungen der befragten Firmen im vergangenen Jahr wider, die vor allem das Portfolio Management (41%) und Unternehmenswachstum (22%) sowie Kostensenkungen (19%) und die Umsetzung der geplanten Strategie (16%) betrafen. Während Industrieunternehmen als auch die Finanz- und Dienstleistungsbranche ihren Schwerpunkt auf aktives Portfolio-Management legten, trieben Einzelhandelsunternehmen und Firmen im Life Science-Bereich in erster Linie ihr Wachstum voran.

Langfristige Planung verhindert Fehlentscheidungen

Selbst wenn der Zeitdruck für Unternehmen gepaart mit einem höheren Maß an konjunktureller Unsicherheit weiter steigt, haben erfolgreiche Firmen eines gemeinsam: Ihre Unternehmensstrategie ist langfristig ausgelegt. Sie agieren vorsichtiger und folgen nicht jedem Trend, sondern planen ihr Geschäftsmodell für die nächsten zwei bis drei Jahre. Für wichtige strategische Entscheidungen nehmen sich 75 Prozent der befragten Unternehmen mindestens drei Monate Zeit. Und wenn es um die strategische Umsetzung geht, benötigen die Firmen durchschnittlich mehr als zehn Monate.

"Auch wenn Schnelligkeit heute sehr wichtig ist, müssen strategische Entscheidungen gut durchdacht sein und in der obersten Führungsebene offen diskutiert werden. Eine Fehlentscheidung zu korrigieren, kann viel Geld kosten und dem Image der Firma langfristig schaden", erklärt Berger-Experte Zimmermann. Obwohl offene Kommunikation für die Weiterentwicklung eines Unternehmens sehr wichtig ist, bietet sie viel Konfliktpotenzial. Auch hier sind die CSOs mehr denn je gefordert. Sie müssen mit Meinungsverschiedenheiten sensibel umgehen und Diskussionen zielorientiert moderieren, um die Produktivität im Team nicht zu gefährden und künftige Entscheidungen zu blockieren.

 

Unternehmen müssen flexibler werden

Was die Zukunft angeht, sind sich die befragten Chefstrategen einig: Künftig wird es noch wichtiger sein, Fähigkeiten, Prozesse und Strukturen im Unternehmen aufzubauen, die eine flexible Anpassung der Organisation auf neue Marktbedingungen ermöglichen. Es geht vor allem um das Management von Innovationen, die Art des Geschäftsmodells sowie dessen schnelle Umsetzung. Weniger relevant sind für CSOs dagegen (noch) Themen wie Big Data und Corporate Social Responsibility.

Auch wenn die Flexibilität für die Unternehmen an Bedeutung gewinnt, vermeiden die meisten ein hohes Risiko und planen vorsichtig. "Es geht darum, eine Strategie zu formulieren, die zwar die Flexibilität der Unternehmen erhöht, aber unnötige Risiken vermeidet", fasst Prof. Dr. Menz zusammen. Die Herausforderung für CSOs liegt hierbei darin, die richtige Balance zu finden.

Download

Die Zusammenfassung der Studienergebnisse der CSO-Studie steht hier als pdf-Datei zur Verfügung.

 

 

 

 

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