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Banken auf dem Weg in eine neue Ära der Transparenz

Die globale Bankenbranche ist aus dem Tal der Finanzkrise zu profitablem Wachstum zurückgekehrt. Gleichzeitig ist der Bankensektor weltweit in eine Phase eingetreten, die durch umfassende Reformen und regulatorische Kontrolle gekennzeichnet ist. Die neuen Rahmenbedingungen erfordern ein grundlegend neues Denken, das Regulierung nicht als notwendiges Übel abtut, sondern die Regulierungsziele proaktiv als "Good Citizen" zu verwirklichen sucht. Dies wiederum verlangt ein erhöhtes Maß an interner wie externer Transparenz.

Die Managementberatung The Boston Consulting Group veröffentlichte unter dem Titel "Building the Transparent Bank" ihren Global Risk Report 2014–2015. Darin analysieren die Autoren den Status quo der globalen Bankenbranche, den Stand der regulatorischen Reformen im Bankensektor sowie deren Implikationen für das Management. Grundlage der Studie ist ein umfassendes Benchmarking von weltweit 300 Banken aus den Segmenten Retail-, Geschäfts- und Investmentbanking.

Erstmals seit Beginn der Finanzkrise im Jahr 2007 wirtschaftet der überwiegende Teil der Banken nach einer Erholungsphase wieder profitabel. Dabei gibt es allerdings große regionale Unterschiede Erfolgreich sind vor allem nordamerikanische Institute, die wieder wachsen und beträchtliche Profite erzielen. Aber auch Banken im Mittleren Osten und Afrika zeigen eine positive Entwicklung, und Banken in der Region Asien-Pazifik generieren die höchste Wertschöpfung, wenngleich ihre Performance stagniert. "Nur in Europa haben sich die Banken immer noch nicht von dem Einbruch erholt", sagt Gerold Grasshoff, Koautor der Studie und Senior Partner bei BCG sowie Leiter der globalen Risikomanagement- und Regulierungseinheit der Strategieberatung.

Auswirkungen

Gleichzeitig bestimmen heute umfassendere und striktere Regulierungsvorgaben die Rahmenbedingungen des Bankwesens. Je nach Region und abhängig von ihrer wirtschaftlichen Performance sind die Banken darauf unterschiedlich gut vorbereitet.

 

Um die aktuelle Situation und die zukünftigen Auswirkungen der regulatorischen Entwicklungen besser einschätzen zu können, klassifizierten die BCG-Experten diese in drei Kategorien:

  • Finanzielle Stabilität: Die meisten Banken übererfüllen bereits heute die erhöhten regulatorischen Anforderungen an ihre Kapitalausstattung und Liquidität. Allerdings bleiben beide Bereiche weiterhin von großer Bedeutung für die Finanzinstitute, da Investoren zunehmend zusätzliche Polster über die vorgeschriebenen Minimalanforderungen hinaus erwarten und die Regulatoren die Risikomessung harmonisieren. Die Erwartungen hinsichtlich beider Faktoren zu übertreffen wird künftig von wachsender Relevanz für die Wettbewerbsfähigkeit der Banken sein.
  • Umsichtige Geschäftsführung: Banken sind heute sehr viel stärker darauf bedacht, regulatorische Anforderungen im Geschäftsmodell abzubilden und in den Geschäftsabläufen zu verankern. Die Regulatoren verfolgen hierbei eine klare Zielsetzung. Gerold Grasshoff erläutert: "Mit der drastischen Durchsetzung von Sanktionen und der erhöhten persönlichen Haftung handelnder Personen wollen die Regulierer einen Kulturwandel im Banking erreichen – hin zu transparenterem und verantwortungsvollerem Handeln. Die Banken müssen dies übersetzen und ihre Kontrollmechanismen entsprechend verbessern."
  • Abwicklungsmechanismus: Das zentrale Ziel in dieser Kategorie ist, realwirtschaftlich bedeutsame Funktionen zu schützen und zukünftig die Abwicklung von Banken zu ermöglichen. Zwar wurden die Banken aufgefordert, eigene Rettungspläne aufzustellen; diese "Testamente" reichen jedoch oft nicht aus. Die Diskussion um strukturelle Reformen zur Komplexitätsreduktion und zum Schutz kritischer Funktionen gewinnt daher an Bedeutung. Weitere Schritte der Regulierer in den USA hierzu stehen bevor, genauso wie Änderungen des Trennbankenvorschlags der EU und der G20-Endorsements im Nachgang zum Gipfel von Brisbane.

Die neue Ära der Transparenz, in der laut BCG jede Bank ihren eigenen Weg finden muss, erfordert seitens der Finanzinstitute erhebliche Anpassungen an ihrem Wettbewerbsverhalten, ihren Strukturen und ihrem täglichen operativen Handeln, wenn sie zukünftig erfolgreich sein wollen. Gerold Grasshoff erklärt: "Übergreifende Regulierungsanforderungen gehören zukünftig zur Realität der Bankenwelt. Um Reformen eigeninitiativ anzugehen, müssen Banken ihre regulatorischen Ziele und Maßnahmen überprüfen, ihr regulatorisches Zielbild anpassen und daraus konsequent eine konkrete Regulierungsroadmap ableiten."

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