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Ambivalente Entwicklungen bei der Planung berücksichtigen

Das Wachstum in Frankreich und Italien ist schwach und in Russland zeichnet sich eine länger andauernde Rezession ab. Diese Entwicklungen wirken sich negativ auf das Geschäft vieler Exporteure aus. Gleichzeitig beflügeln weitere Faktoren wie der rasante Verfall des Ölpreises und die Euroschwäche die Entwicklung vieler Unternehmen. Hinzu kommen regionale Effekte wie die Aufwertung des Frankens oder die starken Europaskeptiker in Griechenland und Spanien. Solche Faktoren wirken sich unterschiedlich auf die verschiedenen Geschäftsmodelle aus.

Auch wenn sich die deutsche Wirtschaft noch robust zeigt und die Ertragslage vieler Unternehmen stabil scheint: In konjunktursensiblen Branchen wird bereits neu gedacht. 22 von 30 Dax-Konzernen und 22 von 50 Unternehmen im M-Dax leiten Gegenmaßnahmen ein, initialisieren Effizienz- und Kostensenkungsprogramme. In der neuen Publikation "Smart Efficiency" zeigen die Roland Berger-Experten, wie Unternehmen in kurzer Zeit schlank und anpassungsfähig werden können.

"Smart Efficiency" ermöglicht aktives Handeln

Der "Smart Efficiency"-Ansatz ist ein neues mehrstufiges Beratungskonzept, das Firmen in unsicherem konjunkturellem Umfeld helfen soll. "Smart Efficiency" steht für strategisch vorausschauendes Handeln und für eine gleichzeitige Betrachtung von Rendite und Elastizität. Die Verantwortlichen können damit ihren Handlungsspielraum nutzen, bevor eine Konjunkturanpassung eintritt.

 

 

Quelle: Roland Berger Strategy Consultants (2015) 

"Mit Smart Efficiency ermöglichen wir Unternehmen ihr Kerngeschäft kurz- und mittelfristig aktiv auf neue Gegebenheiten einzustellen, statt erst nachträglich auf Marktanpassungen zu reagieren und dann scharfe Einschnitte vornehmen zu müssen", erklärt Stefan Schaible, Geschäftsführer von Roland Berger Strategy Consultants in Deutschland. "Die Firmen behalten so ihre Handlungsfähigkeit. Sie nehmen die Kurve, ohne an Fahrt zu verlieren."

 

Quickchecks identifizieren Verbesserungspotenzial in vier Wochen

Zum Smart Efficiency-Programm gehört ein 360-Grad-Quickcheck. In vier Wochen analysieren wir anhand verschiedener Parameter zunächst, wie effizient und elastisch das Kerngeschäft eines Unternehmens ist", erklärt Sascha Haghani, Deutschlands Geschäftsführer von Roland Berger. Dabei untersuchen die Experten vor allem die Wertschöpfungskette, die finanzielle Basis und die Struktur der jeweiligen Firmen. Außerdem beleuchten sie den Kontext, denn Governance, Organisationsstrukturen, Unternehmenskultur und Führungssystem können Programme zur Leistungssteigerung stark beeinflussen.

Hinzu kommt: Bei der Betrachtung der Effizienz und der Elastizität einer Firma können sich Zielkonflikte ergeben. So mündet die 360-Grad-Analyse in eine Positionsbestimmung, die solche Zielkonflikte aufdeckt. "Mindestabnahmevereinbarungen mit Lieferanten etwa können zwar die Effizienz aufgrund niedriger Kosten und höherer Rendite steigern", erläutert Roland Berger-Partner Christian Fischer. "Gleichzeitig sinkt aber die Flexibilität des Unternehmens: Bricht der Markt ein, kann die Abnahmemenge nicht schnell genug reduziert werden. Gegen solche Zielkonflikte existiert jedoch kein Patentrezept. Unternehmerisches Denken und Expertise sind hier gefragt."

 

In drei Stufen zum robusten und profitablen Unternehmen

Die 360-Grad-Analyse definiert so wichtige Faktoren und entsprechende Maßnahmen, die Firmen scharfe Einschnitte ersparen können. Dabei sieht der Smart Efficiency-Ansatz drei wichtige Stufen vor:

  1. Sofortmaßnahmen zur Effizienz- und/oder Elastizitätssteigerung: Prozessoptimierungen, das Realisieren von Preisvorteilen in der Materialwirtschaft und andere, für die Beteiligten kaum spürbare Programme ermöglichen schnelle Gewinne ("Quick Wins").
  2. Mittelfristige Verbesserung der Elastizität: Diese Maßnahmen vergrößern den künftigen Handlungsspielraum, egal ob eine Krise eintritt oder nicht. So können zum Beispiel langfristige Lieferverträge flexibel verhandelt und günstige Kreditlinien reserviert werden.
  3. Vorbereitende Maßnahmen zur Effizienzsteigerung: Effizienzsteigerungsmaßnahmen sollten erst dann umgesetzt werden, wenn die Konjunktur tatsächlich einbricht. Dann können Firmen Schwellenwerte und frühzeitige Regelmechanismen festlegen. So kann z.B. das Unternehmen die Reisekostenrichtlinien verschärfen, sobald eine festgelegte Mindest-EBIT-Marge unterschritten ist.

Selbsttest und Download 

Hier können Firmen einen kostenlosen Selbsttest führen: http://rbsc.eu/1CYCFnO

Die Publikation steht hier als pdf-Datei zum Download zur Verfügung.

 

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