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Zu wenig Investitionen im Mittelstand

Im deutschen Mittelstand ist offenbar eine Trendwende in Richtung langfristigerer Investitionsbereitschaft eingeläutet: Eine Mehrheit von 53 Prozent aller Unternehmen ist derzeit bereit, wieder langfristig zu planen und entsprechende Risiken einzugehen. Vor zwei Jahren waren dies nur 38 Prozent der Unternehmen, so ein zentraler Befund der neuen Studie der Commerzbank Mittelstandsinitiative „UnternehmerPerspektiven". Die Studie trägt den Titel „Vorsicht versus Vision: Investitionsstrategien im Mittelstand".

TNS Infratest hat dazu mehr als 4.000 Unternehmer und rund 70 Volkswirtschaftler an deutschen Hochschulen befragt.

„Es ist zwar sehr erfreulich, dass sich immer mehr Mittelständler vom reinen ‚Fahren auf Sicht‛ verabschieden und die Krisenjahre endgültig hinter sich lassen", so Markus Beumer, Mitglied des Vorstands der Commerzbank und zuständig für das Mittelstandsgeschäft. „Die Frage ist jedoch, wann und wie sich dies in konkretem Handeln niederschlägt, denn die Zufriedenheit der Mittelständler mit ihrer Umsatzrentabilität sinkt." Auch 54 Prozent der von TNS Infratest befragten Volkswirtschaftler halten das Engagement der Unternehmen in Wachstum für unzureichend. Professor Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln und Schirmherr der aktuellen Studie, fordert mehr Initiative: „Die Investitionsstrategien des Mittelstands entscheiden heute so grundlegend über den weiteren Erfolg des deutschen Geschäftsmodells wie lange nicht. Dass Vorsicht dominiert und offenkundig die Fantasie fehlt, muss Sorgen machen." Unternehmen sehen Investitionsbarrieren vor allem in schwankenden Rohstoff- und Energiepreisen sowie im Fachkräftemangel. Investitionstreiber sind vor allem Kundenerwartungen und die Pflege des Bestandes. Die Gruppe der Innovationsführer investiert hingegen stärker in die Entwicklung neuer Produkte und Märkte. In globalen wirtschaftlichen Megatrends sehen die meisten Unternehmen keine Anlässe für Investitionen. Allenfalls in der zunehmenden Digitalisierung sehen 41 Prozent der Unternehmen positive Geschäftspotenziale.

Investitionszurückhaltung trotz guter finanzieller Lage
Fast jeder zweite Mittelständler sieht sich von schwankenden Rohstoff- und Energiepreisen, 43 Pro­zent vom anhaltenden Fachkräftemangel, 36 Prozent von komplexen behördlichen Genehmigungsprozessen und 35 Prozent von unsicheren gesetzlichen Rahmenbedingungen beim Investieren ausgebremst. Dennoch ist der Mittelstand finanziell gut aufgestellt und grundsätzlich bereit, auch durch Investitionen zu wachsen. Nur 17 Prozent des Mittelstands sehen Finanzierungsprobleme für anstehende Investitionen, 66 Prozent wollen sogar ganz ohne Fremdkapital investieren. Jedoch sehen 78 Prozent der befragten Wirtschaftswissenschaftler Investitionsfinanzierung ohne Fremdkapital nicht als sinnvoll an. Die Zurückhaltung bei Fremdfinanzierung ist der Befragung zufolge nicht auf mangeln­des Vertrauen in die Banken zurückzuführen – als Berater sind die Institute geschätzt. 51 Prozent der Unternehmen lassen Investitionsvorhaben von ihren Bankpartnern prüfen und 67 Prozent erwarten von ihren Finanzpartnern sogar, dass diese Investitionsoptionen aufzeigen und zu Investitionen motivieren. 

 

Mittelstand investiert gleichermaßen in Wachstum und Erhalt – Ökonomen sehen mehr Potenzial
Derzeit investiert der Mittelstand gleichermaßen in Substanzerhalt (75 Prozent) und Wachstum (73 Prozent) und ist damit zufrieden. Die Volkswirtschaftler sehen jedoch mehr Investitionspotenzial. Der breite Mittelstand hält den eigenen Betrieb wettbewerbsfähig: 77 Prozent lassen sich von Kundenerwartungen zu Investitionen motivieren, 70 Prozent wollen die Qualität sichern und 67 Prozent die veraltete Ausrüstung ersetzen. Ganz anders die wachstums- und innovationsgetriebenen Unternehmen: 73 Prozent nehmen neue Produkte zum Anlass für Investitionen, 62 Prozent die Erschließung neuer Märkte jenseits deutscher Grenzen und 68 Prozent investieren in neue Technologien. Doch der Mittelstand sieht nicht nur bei den klassischen Ausrüstungsinvestitionen Bedarf. Die Unternehmen investieren in Personal- und Organisationsentwicklung und wollen so dem Fachkräftemangel entgegenwirken. 91 Prozent investieren in Aus- und Weiterbildung ihrer Belegschaften, 86 Prozent in die Optimierung von Arbeits- und Organisationsstrukturen und 75 Prozent in die Rekrutierung neuer Mitarbeiter. Dazu Markus Beumer: „Wir müssen uns bei allem Optimismus fragen, wie wir als Bank die Unternehmer hierzulande dabei unterstützen können, den Anschluss an die Weltmärkte zu halten. Unsere Aufgabe ist es, den Mittelstand kompetent zu beraten, ihn zu begleiten und ihm immer da, wo es verantwortbar ist, Mut zu mehr Wachstum und entsprechenden Investitionen zu machen." 

 

Die Initiative UnternehmerPerspektiven und ihre Studien
UnternehmerPerspektiven ist eine Initiative der Commerzbank. Ihr Ziel ist es, ein Forum für Themen zu etablieren, die mittelständische Unternehmen in Deutschland bewegen, und dem Mittelstand Gehör zu verschaffen. Grundlage sind repräsentative Umfragen bei 4.000 mittelständischen Unternehmen in Deutschland. Für die aktuelle 14. Studie wurden zusätzlich Volkswirtschaftler an deutschen Universitäten befragt. Die Studienergebnisse werden mit Vertretern aus Wirtschaft, Verbänden, Politik und Wissenschaft – auch auf öffentlichen Podien – diskutiert, um gegenseitiges Verständnis zu schaffen und tragfähige Lösungsansätze für die Herausforderungen des Mittelstands zu entwickeln. 

Die vollständige aktuelle Studie sowie weitere Informationen zur Initiative finden Sie unter www.unternehmerperspektiven.de.

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