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Unternehmen konzentrieren sich bei Übernahmen auf die Bindung von Spitzenkräften

Für Unternehmen, die sich mit Mergers & Acquisitions befassen, ist die Bindung von Spitzenkräften einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg einer Transaktion. Nach einer aktuellen Mercer-Studie haben Führungskräfte, die für den langfristigen Erfolg eines Deals eine entscheidende Rolle spielen, in 70 Prozent der untersuchten Programme einen Anspruch auf Retention Incentives. Bei Mitarbeitern, die eher für den kurzfristigen Erfolg eines Deals wichtig sind, ist dies nur in 53 Prozent der Fälle üblich.

Bei länderübergreifenden Transaktionen setzen die Unternehmen noch stärker auf die Mitarbeiterbindung durch Incentives. So haben Führungskräfte, die für den langfristigen Erfolg verantwortlich sind, hier in 80 Prozent der Fälle einen Anspruch auf Bonuszahlungen. Bei Mitarbeitern, die für das Erreichen kurzfristiger Ziele wichtig sind, liegt die Quote nur bei  60 Prozent.

Die Studie zeigt weiterhin, dass Retention Incentives, die darauf ausgerichtet sind, Mitarbeiter während oder nach dem Vertragsabschluss im Unternehmen zu halten, weiter verbreitet sind als Transaktionsboni, mit denen Mitarbeiter für die Arbeit während einer Transaktion belohnt werden sollen.

„Unternehmen müssen sich bei Akquisitionen die Frage stellen, ob ein Retention Incentive helfen kann, das Risiko unerwünschter Mitarbeiteraustritte zu minimieren. Die Gestaltung des Incentive-Plans sollte ggf. folgende Fragen aufgreifen: Welche Mitarbeiter bzw. Mitarbeitergruppen sollen berücksichtigt werden? Wie hoch soll der Incentive sein und wann bzw. wie soll die Auszahlung erfolgen? Um Mitarbeiter nach einer Transaktion im Unternehmen zu halten, sind rein monetäre Anreize nicht ausreichend. Eine kulturelle Integration und die Motivation der Mitarbeiter spielen eine zunehmend wichtige Rolle", so Oliver Vandré, Leiter der M&A-Beratung bei Mercer in Deutschland.

 

Mitarbeiterbindungsprogramme werden bei fast zwei Dritteln aller Transaktionen eingesetzt
Der Studie nach werden Mitarbeiterbindungsprogramme bei fast zwei Dritteln (62 Prozent) der Transaktionen eingesetzt. Dabei gaben 57 Prozent der Organisationen an, dass Führungskräfte, die zur Sicherung des langfristigen Erfolgs einer Transaktion benötigt werden, bei Akquisitionen immer einen Anspruch auf Retention Incentives haben. Bei Veräußerungen gilt dies nur für 44 Prozent der Unternehmen. Die Höhe der Incentives variiert dabei regional stark. Betrachtet man den prozentualen Anteil an der Grundvergütung, bieten nordamerikanische Organisationen generell höhere Incentives an als Unternehmen in Europa oder Asia Pacific.

Transaktionsboni werden in erster Linie an Führungskräfte ausgezahlt
Transaktionsboni werden in der Regel nur an CEOs, Führungskräfte und Mitglieder des Deal-Teams ausbezahlt. Mit 42 Prozent sind die Führungskräfte (ohne CEO) die am häufigsten berücksichtigte Gruppe, wohingegen die Mitglieder des Deal-Teams (33 Prozent) und der CEO (31 Prozent) deutlich seltener einen Transaktionsbonus erhalten. Darüber hinaus zeigt sich, dass CEOs und andere Führungskräfte in Europa und Asia Pacific mit höherer Wahrscheinlichkeit einen Bonus erhalten als in den USA und Kanada. Allerdings ist die Bonushöhe in Europa generell geringer und Boni werden in der Regel nur ausbezahlt, wenn die Transaktion auch abgeschlossen wird. Die Mitglieder des Deal-Teams werden in Asia Pacific dagegen seltener mit einem Bonus bedacht.

 

Über die Studie
Für die Studie wurden Informationen zu Retention- und Transaktionsprogrammen aus 42 Organisationen weltweit zusammengetragen, die mehr als 70 abgeschlossene Deals in den letzten drei Jahren repräsentieren.

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