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Finanzinstitute wandeln sich zu Informationsunternehmen

In der Finanzbranche verschiebt sich die Wertschöpfung immer stärker von der klassischen geldbasierten Bilanz hin zur Erhebung, Verwertung und dem Verkauf von Informationen. Dieser Trend geht vom Bankwesen in den USA aus. Dort könnten bis zum Ende des Jahrzehnts mit dem Bankwesen verbundene Informationsunternehmen wie unabhängige Bezahlnetzwerke, Ratingagenturen, Börsen und Datenanbieter wertvoller sein als traditionelle, bilanzbasierte Unternehmen der Branche,

so die diesjährige Ausgabe der Studie „State of the Financial Services Industry" der Managementberatung Oliver Wyman, die 2013 zum 16. Mal in Folge auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos vorgestellt wird.

Unter dem Titel „A Money and Information Business" untersucht die Studie, wie Finanzdienstleister zu informationsorientierten Unternehmen werden können. Die Analyse sieht die Branche vor ähnlich drastischen Veränderungen, wie sie die Reise-, Medien-, Telekommunikations- und Musikbranche in den letzten Jahren erlebt haben. So haben die zunehmende Digitalisierung und der freie Zugang zu Informationen Kunden in vielen Bereichen zu mehr Kostentransparenz verholfen. Das trifft für die Finanzbranche in besonderem Maße dort zu, wo Dienstleistungen bisher gebündelt angeboten wurden. Die Kunden können inzwischen Leistungen besser vergleichen und selektiver nachfragen.

Andererseits sind Banken und Versicherer im Besitz einzigartiger und wertvoller Informationsbestände. Die Studie entwickelt darauf aufbauend die Idee einer Informationsbilanz. Ein Unternehmen, das seine Informationsaktiva kennt, kann diese zur Wertgenerierung nutzen oder gegen Risiken absichern. Als Beispiel für solche Risiken dienen Informationsschocks. Diese werden definiert als Veränderungen im informationsbezogenen Verhalten von Firmen, Wettbewerbern oder Kunden. Sie können sich auf die Erträge eines Finanzinstituts ebenso auswirken wie Zinsschocks oder andere makroökonomische Faktoren.

 

„Die Informationsbilanz ist ein Mechanismus, mit dem Führungskräfte beginnen können, die Informationen in ihrem Unternehmen und die damit verbundenen Risiken, Chancen und Gefahren in den Griff zu bekommen. Sie bietet einen Rahmen, um die Wirkung der angesammelten Informationen zu verstehen, um darüber Auskunft zu geben, wie veränderte Informationen sich auf die Erträge auswirken werden, und um bei möglichen Investitionen Prioritäten zu setzen", kommentiert Dr. Stefan Jaecklin, Partner bei Oliver Wyman in Zürich. Eine Mischung aus Kooperation und Wettbewerb von traditionellen Finanzdienstleistern und Informationsunternehmen sei eine der grössten Triebkräfte der Finanzbranche in der Zukunft. Solche Partnerschaften könnten in kurzen Zeiträumen wichtige taktische Ertragschancen mit sich bringen.

 

„Der Wert des Geldes war nie geringer. Deshalb werden Finanzdienstleistungsfirmen, die sich primär über ihre monetäre Bilanz definieren, zukünftig Schwierigkeiten haben zu wachsen. Wer sich hingegen über das Wachstumspotential seiner Informationen definiert, kann positiv gestimmt in die Zukunft schauen", sagt Jaecklin. Die Studie enthält unter anderem Darstellungen zu den folgenden Themen:

  • Marktkapitalisierung von US-Banken im Vergleich mit der von Informationsunternehmen aus dem Bankenumfeld
  • Informationswachstum
  • Die Verschiebung des Gleichgewichts von Geld und Informationen
  • Auswirkungen der Wertveränderung von Geld und Informationen auf die Gewinnspannen von Finanzdienstleistungen
  • Informationschancen aus Kundenguthaben und Zahlungsdaten
  • Die Landschaft der weltweit tätigen Informationsunternehmen der Finanzdienstleistungsbranche
  • Die Wertverlagerung von traditionellen Akteuren auf informationsorientierte Unternehmen
  • Eine Informationsbilanz am Beispiel eines Musterunternehmens

 

Download
Die Studie ist unter dem Link: http://www.oliverwyman.com/media/Oliver_Wyman_Report._The_State_of_the_Financial_Services_Industry_2013.fv.pdf

zum Download erhältlich.

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