Soft Skills entscheiden über Führungsqualität

Veröffentlicht: Dienstag, 17. März 2015 23:17
Geschrieben von Margit Dellian

Viele Führungskräfte sind unfähig, eine positive Beziehung zu ihren Mitarbeitern aufzubauen. Das wirkt sich negativ auf den Unternehmenserfolg aus. Ein neuer Ansatz: Emotionale Intelligenz kann man mit pferdegestützten Führungsseminaren trainieren. In Führungskräfteseminaren mit Pferden können Manager ihre Sozialkompetenz trainieren und sich emotionale Intelligenz aneignen. In manchen Unternehmen sind Coachings mit Pferden mittlerweile fester Bestandteil der Führungskräfteentwicklung.

 

Pferde sind perfekte Manager-trainer, weil sie ihr Gegenüber spiegeln ohne zu werten

Mit seinem Bestseller „Emotionale Intelligenz" (Buch: EQ. Emotionale Intelligenz)  hat Daniel Goleman vor rund 10 Jahren erstmals den Einfluss der so genannten Soft Skills, also der weichen Faktoren, auf die Mitarbeiterführung thematisiert.

Die Erkenntnis, dass das Leistungsvermögen eines Managers nicht nur von der messbaren Intelligenz abhängt, sondern dass Sozialkompetenz ein ebenso wesentlicher Erfolgsfaktor ist, sorgte bei vielen Unternehmenslenkern für große Aufregung. Heute sind sich die Experten einig: 

Emotionale Intelligenz ist eine Führungskompetenz ohne die kein Manager erfolgreich ist. 

Die gute Nachricht dabei ist: Man kann sein Gehirn trainieren und seine Sozialkompetenz tatsächlich verbessern. 

 

Pferde sind perfekte Managertrainer, weil sie ihr Gegenüber spiegeln ohne zu werten.
Bild: dellian consulting 

 

Eine hervorragende Unterstützung bei diesem Training bieten Seminare mit Pferden,denn evolutionsbedingt spiegeln Pferde unverzüglich, ob der Trainingspartner gerade emotional intelligent und motivierend auf sie wirkt oder nicht. Deshalb gibt es bereits Unternehmen, bei denen das Coaching mit Pferden fester Bestandteil der Führungskräfteentwicklung ist. „Pferde berühren unsere Seminarteilnehmer auf einer emotionalen Ebene, die wir menschlichen Trainer kaum erreichen können" sagt Margit Dellian, Gründerin und Geschäftsführerin von equi-com® (www.equi-com.de), einem der führenden Anbieter von Führungskräftetrainings mit Pferden in Deutschland.

 

Pferdegestützte Führungsseminare machen emotionale Intelligenz und authentische Führung erlebbar 

Pferdegestützte Führungsseminare machen emotionale Intelligenz und authentische Führung erlebbar.
Bild: dellian consulting  

 

Neueste Ergebnisse aus der Hirnforschung beweisen großen Einfluss der Soft Skills

Seit es die Diskussion um emotionale Intelligenz gibt, haben sich Führungsexperten mit Gehirnforschern zusammengetan: Da Kommunikation und Interaktion maßgeblich für den Erfolg einer Führungskraft sind, fanden sie heraus, was eine gute Führungskraft kennzeichnet und was im Gehirn chemisch-physikalisch abläuft, wenn diese mit anderen Menschen interagiert. In ihrem Beitrag „Social Intelligence and the Biology of Leadership" fassten Daniel Goleman und Richard Boyatzis im Magazin Harvard Business Review von 2008 ihre Ergebnisse zusammen:

Wenn er dann noch klar kommunizieren, Ziele und Aufgaben positiv und verständlich vermitteln kann und ein wertschätzendes Feedback gibt, stimmt  auch die Leistung.

 

 

 

Emotionale Intelligenz ist nicht theoretisch lernbar, sie muss erlebt werden

Soziales und effizientes Führungsverhalten ist aber in der Theorie schlecht vermittelbar, die Elemente emotionaler Intelligenz wie

lassen sich kaum authentisch im Seminarraum oder in Rollenspielen mit anderen Seminarteilnehmern trainieren. Deshalb bekommen Führungskräftetrainings mit Pferden zunehmend Aufmerksamkeit in europäischen Chefetagen. „Gerade bei Führungskräften aus einem technischen Umfeld kommen die Trainings mit den Pferden sehr gut an" bestätigt Margit Dellian, die selbst aus einem Familienunternehmen stammt. „Natürlich haben leitende Ingenieure oder Geschäftsführer oft erste Berührungsängste, wenn es darum geht, die Pferde über die eigene Körpersprache zu führen. Sehr schnell begreifen sie aber wie einfach es ist, wenn sie eine gute Atmosphäre ausstrahlen, klar und authentisch kommunizieren, den Vierbeinern Wertschätzung entgegenbringen und sie motivieren – denn Pferde reagieren genauso wie die Mitarbeiter in einem Team. Der Unterschied: Pferde geben ihrem Trainingspartner ein sofortiges, direktes und ehrliches Feedback, ohne Rücksicht auf Titel und Hierarchiestufe."

Automobilentwickler lernen von Pferden

„Was lernt der Boss vom Ross" – dieser Fragen gingen im Jahr 2014 40 Führungskräfte der csi entwicklungstechnik GmbH, einem Dienstleister, der fast alle deutschen Premiumautomarken zu seinen Kunden zählt, nach. In einem 2-tägigen Workshop konnten die Geschäftsführer, Team- und Entwicklungsleiter in der praktischen Arbeit mit Pferden erleben, welche Fähigkeiten ein Chef haben muss, um von seinen Mitarbeitern akzeptiert zu werden.

Im Umgang mit  Pferden lernen Führungskräfte und Nachwuchsführungskräfte, dass Druck Gewalt, Bedrohung oder Einschüchtern keine adäquaten Führungsinstrumente sind. Pferde zollen nur dem Chef Respekt, der selbst authentisch und überzeugend auftritt und der für eine vertrauensvolle Arbeitsumgebung sorgt. Sie brauchen eine klare Anweisung und ein nachvollziehbares Ziel. Weitere wichtige Managementfähigkeiten wie Einfühlungsvermögen und Empathie lassen sich ebenfalls durch das Beobachten der Pferde und ihrer Reaktionen schulen. Pferde sind optimale Führungskräftetrainer, da sie zum einen imposant und respekteinflößend und zum anderen den Menschen sehr ähnlich sind, wenn es um Sozial- und Rangordnungsverhalten geht. Ihr Feedback kommt sofort und ist ehrlich, ohne Rücksicht auf Titel und Hierarchiestufe des Trainingspartners. „Es war verblüffend, wie plakativ uns die Vierbeiner gezeigt haben, wie wichtig unser eigenes Auftreten und unsere Funktion als Vorbild ist" sagt Mathias Leixner, Leiter Entwicklung am Unternehmensstandort Neckarsulm. „Für mich war dies ein sehr eindrucksvolles und nachhaltiges Führungskräfteseminar."

 

 

Auch Dr. John Erpenbeck, Professor an der Steinbeis University, Berlin und Herrenberg und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft berufliche Weiterbildungsforschung (ABWF), sieht im Training mit Pferden eine ideale Verbindung zwischen Führungstheorie und Managementpraxis im Unternehmen: „Pferde können nicht sprechen und nicht diskursiv denken. Aber auf der Ebene emotionaler Intelligenz sind sie uns vermutlich überlegen. Sie fühlen Führungsschwächen und honorieren eine starke Führung durch vertrauensvolle Zuneigung. In der heutigen Zeit, worin Intuition und „Bauchentscheidungen" zu unerlässlichen Mitteln werden, um die Komplexität wirtschaftlicher und politischer Widersprüche zu bewältigen, etabliert sich hier eine perspektivreiche Allianz" meint der Experte für Lernkultur und Kompetenzentwicklung.


 

Die Bedeutung der Unternehmenskultur

Wichtig sei es, das Training mit den Pferden in ein vernünftiges Gesamtkonzept mit einem roten Faden einzubetten, sagt Seminarentwicklerin und Veranstalterin Margit Dellian. So ist der Workshop „Live Leadership" mit Pferden bei der csi entwicklungstechnik eine Art Auftaktveranstaltung für ein mehrteiliges Konzept zur Führungskräfteentwicklung, dem aufeinander aufbauenden Module wie z. B: „Gesund führen" oder „Chef als Coach" folgen. 

csi Gründer und geschäftsführender Gesell-schafter Steffen Boll

csi Gründer und geschäftsführender Gesellschafter Steffen Boll beim Training mit dem spanischen Hengst Milagroso IV: „Führen an der langen Leine braucht ein klares Ziel, einen gut aus-gebildeten Mitarbeiter und viel Vertrauen und Finger-spitzengefühl von Seiten der Führungskraft."
Bild: dellian consulting 

 

„Das wichtigste Kapital in unserem Unternehmen sind die Mitarbeiter und die sollen sich bei uns wohlfühlen, sich weiterentwickeln und ihre Individualität behalten dürfen" sagt der csi-Gründer und geschäftsführende Gesellschafter Steffen Boll. „Und an dieser Stelle sind unsere Führungskräfte gefragt, die neben einer hochkarätigen fachliche Ausbildung auch wissen müssen, wie man Menschen respektvoll und nachhaltig führt und was die wahren Motivationsfaktoren der Mitarbeiter sind. Eine offene und vertrauensvolle Unternehmenskultur ist für mich ein entscheidender Wettbewerbsfaktor in unserer Branche – die Entwicklung unserer Führungskräfte ist die Basis dafür."

Dass eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur eng mit dem wirtschaftlichen Erfolg zusammenhängt, beweisen zahlreiche Studien. So wurden z. B. in einer Studie der Managementberatung Kienbaum in Kooperation mit dem Harvard Business Manager und dem Institut für Entwicklung zukunftsfähiger Organisationen 157 Manager aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. Bereits im Jahr 2009/2010 stuften 43 Prozent der HR-Manager die Unternehmenskultur als wichtig, und 29 Prozent als sehr wichtig für den ökonomischen Erfolg ein. Die Studie zeigte auch auf, dass es bei vielen Unternehmen in Sachen Unternehmenskultur Nachholbedarf gibt.

(Quelle: Studie "Unternehmenskultur 2009/2010 - Rolle und Bedeutung"; Managementberatung Kienbaum in Kooperation mit dem Harvard Business Manager und dem Institut für Entwicklung zukunftsfähiger Organisationen)

Literaturtipp: Studie Unternehmenskultur 2011 - Rolle und Bedeutung.

Über das pferdegestützte Führungsseminar

equi-com® ist ein Seminar- und Trainingsangebot der dellian consulting GmbH, Agentur für communication + training. Das Trainer-Team besteht aus Margit Dellian, Diplom-Betriebswirtin (Trainingskonzept, Theoretischer Teil und Praktische Trainings mit den Pferden), Florian Müller, Diplom-Ingenieur, Unternehmer und Pferdeexperte (Praktische Trainings mit den Pferden) sowie sieben gut ausgebildeten Pferden.

Kontakt:
Margit Dellian
Hegelmaierstr. 24
D-74076 Heilbronn
Telefon:  07131-77 28 50
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.equi-com.de

 

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