Personalpolitik im Kontext des Fachkräftemangels

Veröffentlicht: Dienstag, 09. Juli 2013 00:37
Geschrieben von Ivo Betke

„Googles überaus erfolgreiche "Personal-Strategie" ist längst auch tägliche Praxis in deutschen Unternehmen. Aufgrund des akuten Fachkräftemangels, insbesondere im IT-Sektor, achten nach Ansicht von Ivo Betke deutsche Unternehmen schon seit längerem verstärkt auf Praxiserfahrung, Engagement und die intrinsische Motivation der Kandidaten. Dadurch sind Noten mehr und mehr in den Hintergrund getreten, wobei ein fachbezogener Studienabschluss immer noch gerne gesehen ist.

"Insofern bestätigt mit Google nun ein für seine kreativen und erfolgreichen Mitarbeiter bekannter Global Player mit harten Fakten, was in den meisten Unternehmen bereits gang und gäbe ist" faßt Herr Betke die zentrale Entwicklung zusammen.

Im Interview mit dem Managementportal ging er auf die zentralen Aspekte von Auswahlthemen ein.

Welche Kriterien verwenden Unternehmen in der Praxis, um die richtigen Fachkräfte für Spezialthemen zu finden bzw. auszuwählen?

 

Auf welche Punkte sollten Bewerber vor diesem Hintergrund in ihrer Darstellung besonders eingehen?

Was sollten Unternehmen bei der Präsentation gegenüber Bewerbern beachten?
Jedes Unternehmen bietet heute die üblichen Incentives wie kostenlosen Kaffee und Obstkörbe. Intrinsisch motivierten Kandidaten finden das zwar schön aber relevant ist es in der Regel nicht. Viel wichtiger ist es zu erfahren, welche Aufgabe bekomme ich, was ist die besondere Herausforderung an meine Person die den Job spannend macht und in was für einem Umfeld arbeite ich. Habe ich es mit einem sehr strukturierten Konzernumfeld zu tun oder arbeite ich in einem StartUp und welche Anforderungen resultieren daraus an meine Person. Welche spannenden Veränderungen und Herausforderungen hat das Unternehmen bisher erlebt und welche sind in der näheren Zukunft zu erwarten.

Welche Punkte sind aus Ihrer Sicht für einen Kandidaten besonders relevant, wenn er / sie sich für einen Vertrag oder Freelance-Kontrakt entscheidet?
Aus Verdienst sowie steuerlicher und versicherungstechnischer Sicht ist eine Freelance-Anstellung für Kandidaten eigentlich immer attraktiver. Allerdings sind die Opportunitäts bzw. Gründungskosten einer Freelance Tätigkeit nicht unerheblich. Zumal sich eine Rückkehr in Festanstellung selten lohnt. 

Aus unserer Erfahrung sind Kandidaten mit mehr als fünf Jahren Berufserfahrung als Freelancer immer finanziell besser gestellt als ihre festangestellten Kollegen, wobei die Risiken natürlich auch deutlich höher sind. Hier achten viele Freelancer auch nicht auf eine ordentliche Absicherung (BU, Rente, etc.)

Im Bezug auf das Vertragsverhältnis mit den Kunden spricht folgendes für eine Freelance-Tätigkeit:

und für eine Festanstellung:

  

Über Ivo Betke

  Ivo Betke      

Ivo Betke ist als Gründer der Recruitingagentur webcrowd und als ehemaliger Webentwickler Experte für die Themen IT Recruiting, Webdevelopment, Fachkräftemangel und die digitale Wirtschaft in Berlin. Über webcrowd vermittelt er Unternehmen jeder Größe qualifizierte Mitarbeiter aus den Bereichen Devolopement und Design.

 

 

Über webcrowd
webcrowd ist eine Service- und Recruitingagentur von Internet Professionals für Internet Professionals. Seit der Gründung durch Ivo Betke Anfang 2011 stellt das Unternehmen einen permanenten Pool an Entwicklern, Grafikdesignern und anderen Internet Professionals zur Festanstellung sowie als Freelancer zur Verfügung. 

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