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Dresscode für Herren - Individualität vs. Uniform

Dresscode für Herren - Individualität vs. Uniform

In Kanzleien und Führungsetagen herrscht ein meist eher konservativer Dresscode, mit dem sich viele privat schwertun. Gerade jungen Männern mit ausgeprägtem Selbstbewusstsein fällt es oft nicht leicht, vom nonchalanten Casualmodus Abstand zu nehmen. Sie vermissen Individualität und wollen sich in ihrem eigenen Stil präsentieren.

 

Doch Individualität und Dresscode schließen sich keinesfalls aus. Mit kleinen Details zeigt ein Mann Stil und Klasse. Neben der Konfektion gewinnt die Maßschneiderei wieder mehr an Bedeutung. Hier sind Auswahl des Stoffes und Schnitt perfekt auf die eigene Persönlichkeit abgestimmt und unterscheiden sich wesentlich von einer Uniformierung durch die Masse. Das eigene Wesen wird unterstrichen, Vorzüge werden klar betont. So wird der Dresscode zum Raum für gekonnte Selbstdarstellung.

Männer in Uniform

Der Anzug hat sich in seiner Gesamtkonzeption seit dem 19. Jahrhundert kaum verändert. Hose, Weste und Sakko bilden das Grundensemble. Während der Maßanzug bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts gängig war, kamen mit der zunehmenden Industrialisierung der Textilbranche die Normierung und die Konfektion auf. Einheitsgrößen erleichterten die massenhafte Produktion und sorgten für schnellen Absatz.

Was anfangs nur für die liquide Mittelschicht gedacht war, erfasste die breite Masse und weitete sich in vielen Ländern auch auf die Oberschicht aus. Anzüge bestimmter Marken wurden von Angestellten und im Management getragen. Gleichzeitig weichte der Dresscode in vielen Bereichen auf. War es noch in den 1950er Jahren undenkbar, einen Mann ohne Anzug ins Geschäft zu schicken, so wurden in den 1980er Jahren Jeans selbst im Büro möglich.

Das brachte einerseits Diversität und Vielfalt in die Geschäftsräume, führte jedoch andererseits zu einer modischen Abstinenz im oberen Bereich und zu einem Vergessen, was einen Dresscode auszeichnet und welche Möglichkeiten er bietet. Anzüge gelten vielen als notwendiges Übel und als verstaubt. Sie wissen sich darin nicht zu bewegen, fühlen sich eingeengt und verkleidet. Doch das muss durchaus nicht sein.

Zusammenstellung einer Garderobe für den Herrn

Die Generation der Millennials brachte die Wiederentdeckung der Eleganz. Dabei spielten neben ästhetischen Gesichtspunkten und Individualität Aspekte wie Umweltschutz und Bewahrung lokaler Handwerker und Ressourcen eine Rolle. Männer setzten ihre Vorstellung von Selbstdarstellung und Weltsicht wieder vermehrt in qualitativ hochwertiger Mode um und interessierten sich auch für die Zusammenstellung und Reformierung des Dresscodes.

Die klassischen Zentren der Herrenmode, Italien und Großbritannien, wurden von den Youngstern neu entdeckt. Das brachte auch Innovationen bei der Konzeption von Anzügen mit sich. Selbst die aus der Mode gekommene Weste kam wieder zu Ehren. Dreireiher werden seitdem nicht mehr nur zur Hochzeit getragen, sondern durchaus auch über die Woche beim Gang ins Büro.

Die Garderobe für den Herrn umfasst neben mindestens zwei Anzügen, eine passende Anzahl von Hemden, mehrere Paare dunkler und brauner Schuhe klassischen Schnitts mit entsprechenden Strümpfen sowie Krawatten und für jede Jahreszeit einen Mantel. Eine hochwertige Ausstattung wird sukzessive zusammengestellt. Viele beginnen mit einem Paar ausgewählter Schuhe und ersetzen nach und nach Übergangsmodelle durch nachhaltig hochwertige Stücke.

 

Ein Anzug von der Stange, Maßkonfektion oder Mead-to-Measure?

Der erste Anzug stammt meist aus der Konfektion. Viele Männer wachsen nicht mehr mit Dresscodes auf. Im Alltagsleben spielen sie keine Rolle mehr. Der Gang zur Kirche, der Besuch von Oper und Galerie, früher klassisch im Anzug, ist heute frei von Kleidervorschriften. Getragen wird, was gefällt.

Das ist einerseits befreiend für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, führt jedoch anderseits zu Vorbehalten konventioneller Kleidung gegenüber, zur Unfähigkeit sie auszusuchen, anzuziehen und zu tragen. Den meisten Männern ist anzumerken, wie unwohl sie sich im Anzug fühlen. Genauso unwohl und befangen fühlen sie sich beim Aussuchen eines Anzugs und der Zusammenstellung von Kleidung, die einem Dresscode entspricht.

Bei einem Konfektionsanzug ist das kein Wunder, denn die individuelle Figur entspricht keinen normierten Größen. Der eine hat etwas längere Arme, der andere längere Beine, jener ist schmal, dieser etwas korpulenter. Der Anzug von der Stange stellt das unvorteilhaft zur Schau: Hier sind die Ärmel zu lang, dort spannen die Hosen unschön, die Schultern hängen, es kneift in den Seiten. Tragegefühl und optische Erscheinung entsprechen sich.

Maßkonfektion ist ein erster Schritt aus dem Dilemma. Hier werden vorgefertigte Modelle dem Körper genau angepasst. Das Ergebnis ist visuell sichtbar und zeigt sich auch im Tragekomfort. Seine ganze Individualität zeigt der Mann im Maßanzug. Dieser wird extra für ihn gebaut. Er ist ein absolutes Unikat, genau wie der Mann, der ihn trägt.

Von der richtigen Passform zum korrekten Auftreten

Sitzt ein Anzug korrekt, verleiht er einem Mann Haltung. Der Anzug unterstreicht die Persönlichkeit. Der Mann wirkt nicht verkleidet, sondern sprichwörtlich gut angezogen. Die Wirkung ist immer zweiseitig:

  • Das Tragegefühl verleiht einem Mann Selbstsicherheit und lässt ihn gleichzeitig dynamischer agieren, denn ein Anzug der passt, ist bequem. Das gute Gefühl überträgt sich auf das Auftreten. Die Bewegungen werden spürbar sicherer.
  • Der Anzug wirkt nach außen. Jeder kennt den Moment, in dem ein mächtiger Mann den Raum betritt. Diese Wirkung kann durch Persönlichkeit und einen korrekten Dresscode erzielt werden. Kompetenz wird durch Passgenauigkeit erfahrbar.

Diese Chancen, die der Dresscode eindeutig bietet, sollte ein Mann sich nicht nehmen lassen. Es ist die Möglichkeit Disziplin, Dynamik, Selbsterziehung und Fachkompetenz in Form von Ausstrahlung sichtbar auf den Punkt zu bringen. Ein Grund mehr, um auch jüngere Männer öfter einmal in einen Anzug zu stecken.

Das richtige Hemd zum Anzug wählen

Hemd, Anzug und Schuhe sollten eine Einheit bilden. Fällt ein Teil aus dem Ensemble heraus, zerstört es den Gesamteindruck. Zu einem hochwertigen Anzug passen kein preisgünstiges Hemd oder billige Schuhe. Mit etwas Geschick lässt sich trotz geringem Budget ein passables Äußeres zusammenstellen.

Generell sollten die Kosten für die Garderobe dem Stand in der Firma entsprechen. Für Berufsanfänger mit einem geringeren Gehalt bedeutet das vor allem Planung und Achtsamkeit beim Kauf. Hier haben die Schuhe zunächst Priorität, doch auch das gute Hemd sollte auf der Liste stehen.

Maßhemden haben ihren Preis, doch die Investition lohnt sich. Auch hier kann Maßkonfektion ein günstiger Zwischenschritt sein. In allen Metropolen und auch über das Internet lassen sich Firmen finden, die Maßkonfektion anbieten und Hemden individuell anpassen. Oft können Stoff und Stil selbst bestimmt werden.

Das Material sollte eine bestimmte Festigkeit haben. Das wird nicht nur frontal, sondern auch an den Ärmelenden sichtbar. Wer Manschettenknöpfe tragen will, sollte auf umlegbare Manschetten achten. Ist das Hemd lappig, kommt es zu einem unschönen Hängen. Ein Hemd muss im Schnitt angemessen sein und sollte auch bei Konfektionsware aus Baumwolle bestehen. Geknöpfte Kragen und zu dünner Stoff sind No-Goes.

Eine riesige Auswahl an hochwertigen Manschettenknöpfen gibt es übrigens bei pro-manschettenknöpfe.de.

Akkurat und gepflegt

Korrektes Auftreten schafft Vertrauen, sorgt für Respekt und das eigene Wohlbefinden. Wer auf einem Meeting im exakt sitzenden Anzug seine Vorstellungen präsentiert, wird eher Beifall finden, als wenn er unzureichend gekleidet auftritt. Wer bei einem Geschäftsessen formvollendet seine Forderungen stellt, hat mehr Aussicht auf Erfolg.

Investitionen in die richtige Kleidung zahlen sich in sichtbarem Erfolg aus. Sie wirken im Moment und beeinflussen die Zukunft. Das ist der eigentliche Sinn eines gehobenen Dresscodes. Auf den ersten Blick wird der Mann zugeordnet, mit bestimmten Wertvorstellungen und Kompetenzen verbunden. Das ist bei jeder Begegnung ein Vertrauensvorschuss, den sich niemand entgehen lassen sollte.

Akkuratesse in der Kleidung wird automatisch mit der Fähigkeit, planvoll und gewissenhaft zu handeln, verbunden. Wer sich korrekt kleidet, übersieht nichts und macht weniger Fehler. Begegnen einem andere mit dieser Haltung, ist es deutlich einfacher, sich zu beweisen.

Mit kleinen Details geschickt glänzen: Manschettenknöpfe

Schmuck gehört zu den kleinen Details, mit denen bei einem Dresscode zusätzlich individuelle Akzente gesetzt werden. Wie die kostbare Uhr, die immer noch drei Monatsgehälter eines Mannes kosten soll, zeugen Ehering und Manschettenknöpfe von Status, Stil und individuellem Geschmack.

Bei der Auswahl sollte darauf geachtet werden, keine zu exzentrischen Formen zu wählen. Auch Schmuck muss sich der Stellung in der Firma unterordnen. Was dem Chef, Senior oder Partner erlaubt ist, darf sich der Newcomer nicht gestatten. Schmuck bei Männern sollte generell dezenter ausfallen und in der Anzahl begrenzt sein.

Uhr, Ring und Manschettenknöpfe werden so ausgewählt, dass sie im Design und in der Farbgebung übereinstimmen. Ein bunter Mix aus Platin, Gold und Brillanten ist unangebracht. Bei der Wahl des Schmucks geht es nicht vorrangig um den Preis, sondern um die seriöse Ausstrahlung und sichere Zusammenstellung.

Kompetenz durch Kleidung unterstreichen

Die einen halten es für verzichtbaren Luxus, für die anderen gehört der Dresscode wie ein aufgeräumtes Büro ganz selbstverständlich dazu. So wie die Geschäftsräume einem Konzept folgen, ist auch die Kleidung Bestandteil der Außenwirkung einer Firma. Kunden und Businesspartner nehmen das Äußere zunächst wahr und beurteilen danach Fähigkeiten, Kompetenzen und Status.

Ist einem dieser Zusammenhang bewusst, fällt es einem bereits leichter, sich mit dem Dresscode anzufreunden und seine feinen Abstufungen zu verstehen. Ein Dresscode wird gelesen und entschlüsselt. Die Botschaften, die mit ihm verbunden sind, kommen immer noch an. Jeder kann das an sich selbst testen, wie sich das eigene Verhalten verändert, wenn einem ein nachlässig gekleideter, ein offensichtlich ausstaffierter und ein korrekt angezogener Mann gegenüberstehen. Individuelle Details unterstreichen diesen Eindruck meist noch.

Mit einem passenden Anzug, dem richtigen Hemd und dezenten Accessoires wie Manschettenknöpfen wirkt ein Mann nicht nur korrekt angezogen, sondern auch kompetent. Er sammelt bereits beim ersten Kennenlernen Sympathiepunkte. Das sollte sich niemand entgehen lassen, der beruflich und privat erfolgreich sein will.

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Bildquelle: https://pixabay.com/de/photos/business-anzug-gesch%C3%A4ft-mann-690048/

 

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