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Human Ressources Management

Werkzeuge aus dem World Wide Web

Immer mehr Internet-Jobbörsen helfen nicht nur Bewerbern bei der Stellensuche, sondern wollen auch

 

 Personalmanagern die Arbeit erleichtern. Als Online-Portale bieten sie vom automatischen Abgleich der Bewerberprofile bis hin zur Lohnabrechnung und der Zeugniserstellung den kompletten Personalmanagement-Service.

Das Jobkarussell dreht sich. Fusionen, Globalisierung und der Sog der New Economy lassen Fachkräfte immer häufiger ihre Anstellungen wechseln. Dementsprechend überlastet sind die Personalabteilungen in den Firmen, obwohl viele Instrumente ihrer Arbeit automatisierbar wären. „Wir beobachten, dass Personalmanager häufig stark mit verwaltenden Aufgaben beschäftigt sind”, sagt Peter Müller, internationaler Geschäftsführer des Personalportals HRgate (Hamburg/Opfikon-Glattbrugg bei Zürich). „Für die eigentlichen strategischen Aufgaben bleibt weniger Zeit.”

Abhilfe kann da die Datenbasis des Internets schaffen. Die Bereitschaft, Routinevorgänge mit Online-Unterstützung zu automatisieren, ist bei Personalmanagern mittlerweile groß. So ergab eine Studie der ADP Employer Services und der Zeitschrift „Personalwirtschaft”, dass Unternehmen in den nächsten Jahren mit einer bis zu 50-prozentigen Steigerung des Anteils der IT-Ausgaben am Personalbudget rechnen. Der Kernbereich Personalentwicklung werde in den kommenden drei bis fünf Jahren zunehmend übers Netz laufen. Dabei steigen die Ansprüche an die Online-Dienste: Ganz oben auf dem Wunschzettel stehen Bewerberverwaltung sowie die Karriere- und Personaleinsatzplanung. Obwohl Kernkompetenzen im eigenen Unternehmen verbleiben, sehen die Autoren der Studie noch viel Spielraum für die Auslagerung von Aufgaben im Bereich des Personalmanagements.

 

Spezialisierte Services

Auf etwa 700 Adressen schätzt die Fachzeitschrift „Computerwoche“ derzeit die Zahl der deutschsprachigen Internet-Stellenbörsen. Viele davon bedienen spezielle Segmente wie die Vermittlung von Hotelfachkräften. Zunehmend im World Wide Web vertreten sind die traditionellen Personalberater, die aufs Internet setzen, um Fachkräfte der mittleren Führungsebenen zu rekrutieren. Ihr Vorteil ist die Geschwindigkeit. Die Korn/Ferry-Tochter Futurestep in Düsseldorf etwa verspricht ihren Auftraggebern, bereits nach 30 Tagen drei geeignete Kandidaten für eine offene Position zu präsentieren. Futurestep konzentriert sich auf Positionen mit einem Jahreseinkommen zwischen 120.000 und 350.000 Mark. Für eine erfolgreiche Vermittlung verlangt das Unternehmen ein Drittel des Jahresgehalts als Honorar, das entspricht dem Branchendurchschnitt der klassischen Direktsuche. Wie viele Kandidatenprofile die Futurestep-Datenbank in Deutschland enthält, wird strikt geheim gehalten. In den USA sind über 460.000 Bewerberprofile gespeichert. Unternehmen, die Futurestep beauftragen, müssen ein aufwendiges Assessment durchlaufen und dort hausinterne Gepflogenheiten, ihren Führungsstil und die Corporate Identity definieren. Eine Software gleicht die Anforderungen der Firmen dann mit den Vorstellungen und Fähigkeiten der potenziellen Kandidaten ab.

Als „Karriereportal für Europa” bezeichnet sich Stepstone, der direkte Mitbewerber von Futurestep. Das norwegische Unternehmen ist seit 1999 in Deutschland vertreten. Kürzlich hat Stepstone die Berliner IT-Stellenbörse DV-Job hinzugekauft und betreibt sie nun als Teil ihrer Jobbörse mit dem Fokus Informationstechnik-Berufe. Das DE-Job-Tool „Smart Recherche” soll den Abgleich der Bewerberprofile mit den Jobanforderungen optimieren. Ein weiterer Deutschland-Ableger eines im Ausland schon etablierten Anbieters ist www.monster.de, hinter der die Personalberatungsfirma TMP Worldwide steht. Im Januar 2001 hatte Monster.com über 8,3 Millionen Lebensläufe gespeichert, gut fünf Millionen mehr als noch ein Jahr zuvor. Täglich kommen über 25.000 Lebensläufe hinzu. Monster.de wirbt mit seiner Preisgestaltung: Ein Stellenangebot kostet 945 Mark plus Mehrwertsteuer; ein „Partnerangebot” für drei Monate, bestehend aus zehn Stellenanzeigen und dem Zugriff auf die Bewerberdatenbank, schlägt mit 9.500 Mark netto zu Buche.

 

Kostengünstige Vermittlungsgebühren

Auf ähnlichem Terrain bewegt sich das Angebot www.absolute-career.de, die Webseite der Fenner InterSelect GmbH, einer Tochter der Potsdamer Holding Midat AG. Fenner InterSelect vereint auf seiner Webseite Headhunting mit einer Karriereplattform. Bewerbern werden nicht nur Trainings-Tools angeboten, sondern auch Live-Chats mit Karriereberatern. Neben IT-Experten gehören vor allem Mitarbeiter von Banken, Versicherungen, Multimedia, Telekommunikation und Automobilindustrie zur Zielgruppe. Bei Fenner InterSelect liegen die Kosten der Vermittlung deutlich unter der 30 Prozent-Marke der internationalen Headhunting-Unternehmen. Für die Vermittlung eines Programmierers mit einem Jahresgehalt von 100.000 bis 150.000 Mark etwa fallen nur zehn Prozent Gebühren an.

Nach einem Rechtsstreit um den Domainnamen ist jetzt auch www.leadersonline.de als deutscher Ableger des amerikanischen Unternehmens Leadersonline.com freigeschaltet, das zum renommierten Personalberater Heidrick & Struggles gehört und weltweit auf 100.000 Kandidaten zugreifen kann. Im Gegensatz zu anderen Karriereseiten ist leadersonline am Aufbau einer Community nicht interessiert, denn nach Art der traditionellen Headhunter wird nur aktiv nach Kandidaten gefahndet. „Wir setzen am oberen Rand der Jobbörsen an”, grenzt Deutschland-Geschäftsführer Wolfgang Doell das Angebot von der Konkurrenz ab. Ähnlich wie Futurestep zielt der Online-Headhunter auf Stellen mit einem Jahressalär von 150.000 bis 300.000 Mark ab. Für Unternehmen gibt es hier keinen Einblick in die Bewerberdatenbank.

Alle Angebote, die als Ableger von Personalberatungen entstanden, sind mit ihrem Internetangebot deutlich auf die Ansprache der Bewerber orientiert und weniger auf die der Personalmanager. Bei allen international agierenden Personalberatungen sind die Angaben über die Zahl der gespeicherten Bewerberprofile mit Vorsicht zu genießen: Meist sind die Angaben bezogen auf die Gesamtheit der Daten, von denen sich meist nur ein Bruchteil auf Stellengesuche in Deutschland bezieht.

Eine der bekanntesten deutschen Adressen für Arbeitssuchende und Wechselwillige ist der Jobpilot des Bad Homburger Unternehmens Jobs & Adverts. „Interessenten sollen unsere Site besuchen, wenn sie sich über Karrierechancen informieren möchten und nicht nur, wenn sie einen neuen Job suchen”, sagt Jobpilot-Gründer Roland Metzger. Bewerber können etwa die Karrierebetreuung und ein Kompetenz-Assessment-Center nutzen, das online absolviert werden kann. Für Unternehmen besteht die Möglichkeit, Suchaufträge zu erteilen, woraufhin fünf Kandidaten präsentiert werden.

 

Praktische Ratschläge

Alle Unternehmen, die beim Online-Personalmarkt mitmischen, bauen ihren Service immer breiter aus. Im Vordergrund steht bei Jobbörsen und Personalberatern der Aufbau der Profil-Datenbank. Deshalb sprechen sie mit ihren Webseiten in erster Linie mögliche Wechselkandidaten und Young Professionals an. Im Gegensatz dazu bieten Sites, die sich gezielt an Führungskräfte richten, praktische Ratschläge auch für Personalchefs. Dazu gehört etwa www.skillvest.de, wo Bildungsprogramme und Trainingsprodukte gebucht werden können. Unter www.cvonline.de findet sich ein Rechercheservice: CVOnline durchsucht rund 30 Internet-Stellenmärkte, 1.000 Internetseiten und Suchmaschinen und sendet die Ergebnisse wochentäglich per E-Mail zu. Bei der Suche nach einem Profil kostet der Rechercheservice 245 Mark netto monatlich, bei zehn Profilen 1.565 Mark.

Andere Seiten für HR-Professionals bemühen sich um den Aufbau virtueller Communities. So informiert etwa www.manager-lounge.de über Erfolg, News und Geschäftsreisen. Für die Aufnahme in die Manager-Lounge ist man allerdings erst ab einem Gehalt von 75.000 Euro qualifiziert. Unter www.air-network.org bietet die „Association of International Recruiters” Erfahrungsaustausch mit HR-Professionals und eine Experten-Hotline. Diese Seite ist ein Angebot der Düsseldorfer Career Company, die sich ansonsten mit der Organisation von Jobmessen befasst.

 

Entlastung für Personaler

Das B2B-Portal HRgate verknüpft die Stellenbörse http://www.jobs.de/ mit einer Plattform für Personalmanagement (www.hrgate.de). HRgate deckt die komplette Wertschöpfungskette im Human Ressources Management ab - von der Mitarbeiterrekrutierung über die Personalentwicklung bis hin zur Trennung von Mitarbeitern. Eine Seminar-Datenbank informiert über Weiterbildungskurse- und termine, entsprechende Web-Tools unterstützen das Verfassen von Arbeitszeugnissen. Bei der Gehaltsabrechnung hilft lohndirekt.de, Online-Tests zur Personalauswahl liefert Leonardo 3.4.5. Angesichts der stark in Bewegung geratenen Gehaltsrahmen etwa der Computerbranche erscheint auch der Einkommensvergleich mithilfe der 80.000 Einträge in Personalmarkt.de als sehr nützliches Instrument.

Für den Zugang zum Personalportal genügen der Internetanschluss und eine Lizenz, die ein Unternehmen mit 200 Mitarbeitern für die Dauer eines halben Jahres schon für 8.300 Mark erwerben kann. Dann können beliebig viele Stellenangebote geschaltet werden. „Egal welche oder wie viele Produkte genutzt werden, Lizenznehmer erhalten nur eine Rechnung von HRgate, wodurch Verwaltungskosten für Einzelabrechnungen verschiedener Dienstleister entfallen”, erläutert der internationale Geschäftsführer Peter Müller das Konzept. Für ihn steht die Schaffung einer „Community”, einer Netzgemeinschaft, im Vordergrund. Meinungsumfragen, Diskussionsforen und Begegnungen bei Treffen außerhalb der virtuellen Chaträume sollen dazu beitragen.

 

eCruiting setzt sich durch

Auch Großunternehmen bleiben nicht untätig und locken potenzielle neue Mitarbeiter direkt über ihre Webseiten, die sie durch zusätzliche Dienstleistungen attraktiver machen. Das US-Marktforschungsunternehmen Recruitsoft/iLogos Research kommt in einer Studie zu dem Ergebnis, dass im Jahr 2000 fast 80 Prozent der 500 größten Unternehmen weltweit auf ihren Webseiten Bewerber suchten. Zwei Jahre zuvor waren es nur 29 Prozent. Der letzte Schrei sind dabei virtuelle Assessment-Center in Form von Online-Spielen. So werben etwa Siemens oder die Boston Consulting Group um qualifizierten Nachwuchs. Und die Hypo-Vereinsbank verschickt an Kandidaten eine komplette CD-ROM, mit der sie sich spielerisch bewerben können.

Heike Lischewski

 

 

  

 

 

Dieser Artikel wurde bereitgestellt von
CONOSCO Agentur für PR und Kommunikation